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Dezember 20, 2020

Schnelle Weihnachtskarten mit dem Cricut Joy

 Wie jedes Jahr steht Weihnachten plötzlich vor der Tür und die Karten haben nicht gereicht. Da ist doch so ein Adventssonntag perfekt, um schnell noch ein paar Weihnachtskarten aus dem Hut bzw. aus dem Cricut Joy zu zaubern.

Werbung durch Nennung und Verlinkung der verwendeten Produkte.



Die Klappkarten habe ich mit meiner alten (sehr alten, wie man am Griff sieht) Bigshot Stanzmaschine gemacht. Dazu habe ich gefalteten Karton einfach nicht ganz an den Rand der Stanzform geschoben, sodass die Karten an der Knickseite nicht gestanzt wurden. Klappt prima und sieht super aus.
Eine weitere Anleitung, wie Klappkarten mit dem Plotter schneidet gibt es hier:


Dann habe ich in Silhouette Studio ein einfaches Christbäumchen gezeichnet. 
Die Datei könnt ihr hier herunterladen: Christbäumchen als svg.
Bitte nur privat verwenden!
Das Motiv lädt ihr in die Cricut App hoch und passt die Größe an. Im nächsten Schritt wählt ihr die Kartenschneidematte aus und schiebt das Motiv an die richtige Stelle.


Die gestanzten oder selbst geschnittenen Karten kann man ganz einfach 
in die Cricut Joy Kartenmatte einlegen. 
Da sie ein ungewöhnliches Format haben, habe ich mir am rechten Rand mit Washitape 
2 Markierungen für die Höhe zum Einlegen gemacht. 


Dann schneidet ihr das Motiv aus der Karte aus, nehmt diese vorsichtig 
aus der Matte heraus und löst die Schnittteile heraus. 
Ein kleiner Tipp: wenn ihr nicht auf "Ausfahren" geht, sondern gleich die nächste Karte einlegt, ohne die Matte herauszufahren und dann auf "Erneut versuchen" geht, könnt ihr ein bisschen Zeit sparen.



Die geschnittenen Karten können dann nach Herzenslust bemalt werden. Ich habe das Motive mit einem Metallicstift an den Schnittkanten entlang einfach auf die Karten durchgezeichnet. Das war sehr entspannend und sieht hübsch aus.


Die Innenbereiche habe ich mit Metallic-Wasserfarben ausgemalt.


Dann noch ein paar Punkte außen herum...




und fertig sind die liebevoll unperfekten kleinen Kunstwerke.


Meine Grüße habe ich von Hand mit Metallicstift hineingeschrieben und Freunden, denen ich besonders viel zu sagen habe, bekommen einen Brief aus Transparentpapier eingelegt und ein Schleifchen aus der Restekiste darum herum.



Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent und ein besinnliches Weihnachtsfest am Ende dieses ungewöhnlichen Jahres. Macht das Beste draus und bleibt kreativ!

Herzlichst,

Angelika



 


August 03, 2020

Cyanotypie ganz einfach - eine Anleitung zum Blaudruck

Cyanotypie ist eine sehr alte Belichtungtechnik für die Vervielfältigung von Fotografien. 
Durch das Mischen von Chemikalien (für Alchemisten einfach mal Googlen) entsteht eine lichtempfindliche Emulsion. Hiermit kann Papier und Stoff bestrichen und getränkt werden. 
Dann tut die Sonne ihren Teil dazu. Nach dem Auswaschen mit Wasser erscheinen belichtete Stellen in einem wunderschönen Dunkelblau. Abgedeckte, vor dem Licht geschützte Stellen bleiben hell. 

So entstehen wunderschöne kreative Drucke in sehr feinen Schattierungen.  




Für alle, die das einmal ausprobieren möchten, ohne mit Chemikalien zu hantieren, gibt es von Jacquard Products (Werbung!!!) vorbehandelte Stoffbogen (mit 10 oder 30 Bogen Inhalt im wiederverschließbaren lichtdichten Beutel)
Es macht großen Spaß auszuprobieren, was man alles zum Abdecken benutzen kann.

Das brauchst du zum "Sonnendrucken":

1. einen sonnigen Tag
2. für Cyanotypie vorbehandelte Papier- oder Stoffbogen
3. ideal: einen oder mehrere alte Bilderrahmen als feste Unterlage und die Glasplatte (kein Plexiglas!) zum Abdecken und Beschweren. 
4. ein paar Wäscheklammern zum Sichern, damit beim Transport nichts verrutscht
5. "Masken" zum Abdecken und zur Mustererstellung: z. B. Flohmarktfunde, Blätter aus dem Garten, Federn, Alltagsgegenstände, Abfall usw. 
Die Textschablone und die Buchstaben habe ich mit dem Cricut Joy geschnitten.



Die Bogen belegst du in einem möglichst dunklen Innenraum. Überlege dir vorher, wie du den Bogen gestalten möchtest, denn du musst schnell arbeiten sobald du einen Bogen aus der Verpackung genommen hast. Jeder Lichteinfall wirkt sich auf das Ergebnis aus.



Sichere die Dekoration mit der Glasplatte und klammere sie fest, falls nötig (bei vielen Kleinteilen). 
Lose liegende Objekte sollten schwer sein, damit sie nicht verrutschen oder wegfliegen.
Danach gehts raus in die Sonne. Achte darauf, dass während des Belichtens keinerlei Schatten auf dein Werk fällt, auch nicht dein eigener!


Die Belichtungszeit hängt von sehr vielen Faktoren ab, z. B. wo du wohnst und wie intensiv die Sonne gerade ist. Ich habe meine Drucke hier, südlich von Berlin an einem voll sonnigen Tag zwischen ca. 10 und 20 Minuten der Sonne ausgesetzt.
Der Stoffbogen wird mit der Zeit gräulich.



Nach dem Belichten wird der Bogen sofort nach dem Abnehmen der Maskierung mit Wasser ausgewaschen und somit die noch darin befindlichen Chemikalien ausgespült. Dadurch entwickelt sich die intensive blaue Farbe. 
Solange der Stoff noch nass ist, kann man das Ergebnis noch nicht richtig sehen. 



Aber wenn er dann vollständig getrocknet ist, kommt die volle Schönheit zur Geltung. 
Links ist 20 Minuten belichtet und rechts ist 10 Minuten belichtet. 



Hier zeige ich euch noch ein paar Ergebnisse und wie sie entstanden sind. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr.











Und ich möchte euch auch nicht meine Fehler vorenthalten. Hier habe ich die untere Reihe der Clipse schon in der Sonne liegend noch einmal verschoben und schon war's passiert. 
Der untere Rand war belichtet und ist am Ende dunkelblau geworden. 
Und ich habe auch keine Ahnung, wie das zarte Karomuster da hineinkam, das ich allerdings sehr hübsch finde.




Wer jetzt Lust bekommen hat, loszulegen kann die Bogen bei mir im Shop bestellen:


Viel Spaß!!!

Angelika

Juli 18, 2020

Anleitung zum Klappkarten schneiden mit dem Cricut Maker für die Cricut Joy und die Kartenmatte

Hier kommt wie versprochen die Anleitung zum Erstellen und Schneiden der kleinen Klappkarten für die Cricut Kartenmatte. Der Cricut Joy ist zu klein, um Klappkarten zu schneiden. Deshalb habe ich dafür den Cricut Maker genutzt. 

Die selbst erstellte Datei könnt ihr in eurer App selbst abspeichern und dann immer wieder verwenden.



Mit dem Cricut Maker und dem Scoring- oder Double Scoring Tool für die Falzlinien geht es am besten. Ihr könnt die Karten aber auch mit jedem anderen Plotter schneiden und falzen, der mindestens DIN A4 Größe hat. Alternativ zu einem Scoring Tool könnt ihr auch einfach gestrichelte Linien schneiden.


Unten auf der Kartenmatte stehen die unterstützten Maße.
Für die größte Karte sind die Maße 4,5' x 6,25' - 114 x 159 mm angegeben.


Ich nehme zum Arbeiten mit dem Cricut Joy meistens das iPhone und zum Arbeiten mit dem Cricut Maker lieber das iPad (ist einfach größer zum Gucken). 
Die App ist auf beiden Geräten fast gleich. Sie ist jedoch unterschiedlich, je nachdem welche Maschine ihr gerade verbunden habt. 

Die Datei für die Karten erstelle ich diesmal mit dem Handy.

Für eine Klappkarte musst du die erste Zahl verdoppeln und gibst noch 2 mm für den Knick dazu. Du erstellst also in der App eine quadratische Form, tippst auf das Schloß, und erstellst so ein Rechteck mit den Maßen 23,0 x 15,9 cm.

Dann fügst du eine Linie hinzu, die etwas länger ist als die Höhe der Karte: 6,5' bzw. 16,5 cm.


Tippe auf "Bearbeiten" und wähle als Linientyp "Ritzen" aus.


Ziehe einen Rahmen um Rechteck und Linie, richte die Linie mittig aus (Bearbeiten -> Ausrichten -> Zentrum ausrichten) und tippe dann in Aktivitäten auf "Verbinden".


Dann füge für die Einlegekarte ein weiteres Quadrat hinzu, tippe auf das Schloss und gib Maße ein, die minimal kleiner sind als das Kartenmaß, also 11,2 x 15,8 cm oder umgekehrt, damit die Einlegekarte quer liegt.


Am besten, du speicherst deine Datei jetzt in der Cloud oder auf deinem Gerät.


Dann tippe auf Herstellen, lege dein Papier entsprechend auf die Schneidematte und setze das Scoring Tool, das Falzwerkzeug ein. Wähle dein Material und tippe auf "Los"

Zuerst wird die Falzlinie gezogen. 


Dann wirst du aufgefordert, das Werkzeug zu wechseln. Setze das Messer wieder ein und schneide die Karte und die Einlegekarte. 


Tipp: Falls die Karten nicht ganz durchgeschnitten sind, kannst du an der Maschine einfach noch einmal den Start-Knopf drücken. Wichtig: du darfst die Schneidematte vorher nicht auswerfen! Dann falzt und schneidet es noch einmal an der gleichen Stelle. 

Du kannst den Vorgang nun so oft wiederholen wie du willst, um gleich mehrere Karten zu schneiden. Es ist sinnvoll, dir einen kleinen Vorrat anzulegen, denn beim Karten machen mit dem Cricut Joy besteht Suchtgefahr.


Ich habe einen Stapel Papiermuster verarbeitet, also Resteverwertung betrieben.


Und hier gehts zurück zur Anleitung, wie du die Karten im Cricut Joy zusammen mit der Kartenschneidematte verwendest und hübsche Ausschnitte machst:


Viel Spaß!!!

Juli 17, 2020

Grußkarten mit Durchblick

Es macht großen Spaß, vorgeschnittene Klappkarten mit dem kleinen Cricut Joy Plotter zu gestalten.
Diese Karten mit "Durchblick" bilden dann eine prima Grundlage, um Aquarellfarben auszuprobieren. Werbung! Denn sowohl Plotter als auch die Aquarellfarben gibt es in meinem Shop www.frischgeschnitten.com zu kaufen.


Du brauchst entweder einfache, mit einem großen Plotter (z. B. dem Cricut Maker) geschnittene oder gekaufte Klappkarten als Basis. Mein Tipp: einmal einen großen Schwung in verschiedenen Größen auf Vorrat schneiden und dazu gleich einfache Karten zum Einlegen mit dazu schneiden.


Für den Cricut Joy gibt es dann die spezielle Kartenschneidematte, in die die vorgefertigten Klappkarten seitlich eingeschoben werden. Dann können aus der Oberseite die Motive ausgeschnitten werden, ohne dass die Unterseite beschädigt wird.

Sowohl das Schneiden mit dem tragbaren Miniplotter, wie auch das Aquarellmalen sind wunderbare Beschäftigungen im Sommer, draußen auf Balkon oder Terrasse. Und im Sonnenlicht leuchten die Farben noch schöner.

Als Motive eignen sich am besten flächige, einfache Formen. Ich habe mehrere Designs aus dem letzten Bundle von www.designcuts.com ausgewählt und in meine Dropbox hochgeladen. Im Grunde geht jedes großflächige Schwarz-Weiß-Bild.


Diese kannst du dann bei Bedarf in die Cricut Cloud hochladen oder gleich eines zum Schneiden auswählen, in der Größe anpassen und zum Schneiden auf "Weiter" tippen. 
Wähle die Kartenschneidematte aus wenn die Auswahl angezeigt wird. 



Denke daran, auf die richtige Größe zu achten. Zum Ändern der Kartengröße tippst du auf die dargestellte Matte. Nach dem Umstellen tippst du auf "Zurück". Vergiss auch nicht, anschließend dein Motiv an die richtige Stelle auf der Matte zu schieben! 


Nun kannst du das Material auswählen, die Kartenmatte mit der eingeschobenen Karte ins Gerät einschieben und auf "Los" tippen. 


Dann gehts los: der Cricut Joy schneidet das Motiv aus der Karte.


Für diese Fensterkarte habe ich eine Einlegekarte in die Klappkarte eingeschoben und das Motiv dünn mit Bleistift durchgezeichnet. Dann habe ich die Flächen mit den wunderschön glänzenden FINETEC Perlglanzfarben und einem Pinsel ausgemalt.




Bei der Karte mit dem rechteckigen Loch habe ich zugeklappt mit einem dicken Pinsel so um das Loch herum gemalt, das die lila Farbe halb unten und halb oben um das Loch herum läuft. Dann habe ich außen herum dicke Striche aufgemalt.


Durch mehrfaches Übermalen war der Innenbereich sehr feucht und so habe ich das genutzt, um das weiche Papier von hinten mit dem Finger zu reiben, sodass sich die Einlegekarte in der Mitte nach oben wölbt und einen 3D-Effekt bekommt. So glitzern die FINETEC-Farben noch mehr. 



Die Karte mit dem großen unregelmäßig runden Loch habe ich von rechts durch das Loch hindurch mit Derwent Metallic-Wasserfarben ausgemalt. Ich liebe den kleinen Reisefarbkasten seit dem ersten Öffnen. Den Kreis innen habe ich mit einem andersfarbigen Rand noch vergrößert.


Außen habe ich einen feinen Silberrand und kleine Pünktchen mit dem FINETEC Echtsilber um das Loch herum aufgemalt.


Und die Derwent-Metallic-Wasserfarben haben einen kaum sichtbaren, sehr feinen Metallicschimmer und tolle intensive Farben, die mir sehr gut gefallen. Sie verhalten sich ähnlich wie die Derwent Inktense Farben, die sich angetrocknet nicht mehr anlösen lassen.


Wer bis hierher durchgehalten hat, dem sage ich jetzt DANKE!
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Lust auf Gucklöcher und Farbe machen.

In den nächsten Tagen folgt dann ein Tutorial, wie du die Basiskarten am besten schneidest, mit dem Cricut Maker.