April 19, 2021

Lust auf Bunt - Tie Dye T-Shirts

 


Das schöne Wetter am vergangenen Samstag habe ich genutzt, um mal wieder draußen "Rumzuschmuddeln". Ich habe den großen Gartentisch aufgebaut und los gings mit T-Shirts Färben im Tie Dye/Shibori Look. Achtung Werbung durch Verwendung von Produkten, die ich in meinem Onlineshop verkaufe.



Am Anfang steht das Wickeln und Abbinden. Ich habe mit der klassischen Spirale angefangen. Dazu fasst man das glatt ausgelegte Shirt in der Mitte an und dreht es im Kreis, sodass ein spiralförmiges Gebilde entsteht. 


Dieses habe ich mit 4 breiten Gummis gleichmäßig zusammengehalten.


Ein anderes Shirt habe ich in große Falten gelegt und den gefalteten Streifen dann noch einmal quer in große Falten gelegt zu einem rechteckigen Päckchen.


Dann habe ich vorne und hinten mit je 3 Gummis eine dünne Holzplatte festgeklemmt. Diese hatte ich aus einem Indigo DyeSet. Wenn alle Shirts abgebunden sind kommt das Färben. Am besten geht das mit Flüssigfarbe in Flaschen mit Tülle. Durch die Gummis hat man einen Anhaltspunkt für die Farbaufteilung.
Am schönsten finde ich Shirts, bei denen noch viel Weiß zu sehen ist.  



Dieses T-Shirt habe ich nur zusammengeknüllt und dann kreisförmig mit Farbe beträufelt.


Nach dem Farbauftrag habe ich die Farbe mehrere Stunden lang einwirken lassen. 
Am besten geht das in einem Putzeimer. Die Päckchen sollten sich nicht berühren.


Nach dem Abwickeln und nachdem die Shirts auf Kleiderbügeln komplett durchgetrocknet sind, habe ich die Stofffarbe mit der Cricut EasyPress fixiert. Das geht super und geht viel schneller als mit einem Bügeleisen.


Hat doch tatsächlich eines der neuen T-Shirts ein Loch!


Beim Aufräumen habe ich eine schon fertig geplottete Rosette aus türkisfarbener Flockfolie gefunden. Diese passt perfekt und das Negativ habe ich auch gleich verwendet. Und das Loch ist weg...


Dies ist das T-Shirt mit den Holzplättchen:


Und das ist das Geknüllte mit dem Loch:



Tie Dye-Färben könnt ihr mit vielen verschiedenen flüssigen Stofffarben. Sehr gut geeignet sind Jacquard Procion MX Kaltreaktivfarben oder aber auch das Tie Dye Kit, bei dem für Anfänger gleich alles für ca. 15 T-Shirts dabei ist, um sofort loszulegen, auch 3 Farben und eine leere Flasche zum Mischen:


Mein Fazit: unbedingt mal ausprobieren.

Viel Spaß!!!

Angelika

März 19, 2021

Wo ist sie nur? Was macht sie bloss?

...das fragen sich vielleicht einige meiner Follower, die schon eine Weile nichts mehr neues hier von mir zu sehen bekommen haben.

 

Tatsächlich treiben mich ganz andere Dinge um. 

Unser ruhiger naturiger Ort im Wald, einst Europas größte Holzhaussiedlung mit all den bunten Schwedenhäusern auf großzügigen Grundstücken und mit vielen Bäumen, hat sich im Laufe des letzten Jahres so drastisch verändert, dass ich hier nicht mehr wohnen möchte.


Das war 2004:




Dann haben wir sehr nette Nachbarn rechts und links bekommen und meine Welt war immer noch in Ordnung. Viele von euch haben mich hier zu den Workshops besucht und die Idylle genossen.


Noch vor einem Jahr sah es so aus, wenn ich zu dem kleinen Fenster Richtung Straße hinausgeschaut habe.







Und ein Jahr später sieht es hier so aus. Das kleine Haus da unter dem roten Pfeil, das ist meines.


Es ist einfach zuviel und nicht mehr so wie wir die nächsten 20 - 30 Jahre wohnen wollen. Da überlassen wir das Feld doch lieber den Neuen, die es mögen, so dicht aufeinander und in Steinhäusern zu wohnen...









Also werden wir noch in diesem Jahr an die Mecklenburgische Seenplatte ziehen.

Wir haben ein Grundstück gefunden, das einfach perfekt ist. Akira war total euphorisch als wir das besichtigt haben. 

Wenns los geht werde ich sicher wieder ein Bautagebuch/Baublog einrichten.


Und es wird auch wieder ein Workshophaus geben. Wenn also die Einschränkungen der Corona-Pandemie mal endlich vorbei sind, gebe ich auch wieder Workshops mitten in einem wunderschönen Feriengebiet.


Jetzt ist erstmal ausmisten, packen und freuen auf das, was kommt, angesagt.


Passt gut auf euch auf!


Liebe Grüße,

Angelika


Dezember 20, 2020

Schnelle Weihnachtskarten mit dem Cricut Joy

 Wie jedes Jahr steht Weihnachten plötzlich vor der Tür und die Karten haben nicht gereicht. Da ist doch so ein Adventssonntag perfekt, um schnell noch ein paar Weihnachtskarten aus dem Hut bzw. aus dem Cricut Joy zu zaubern.

Werbung durch Nennung und Verlinkung der verwendeten Produkte.



Die Klappkarten habe ich mit meiner alten (sehr alten, wie man am Griff sieht) Bigshot Stanzmaschine gemacht. Dazu habe ich gefalteten Karton einfach nicht ganz an den Rand der Stanzform geschoben, sodass die Karten an der Knickseite nicht gestanzt wurden. Klappt prima und sieht super aus.
Eine weitere Anleitung, wie Klappkarten mit dem Plotter schneidet gibt es hier:


Dann habe ich in Silhouette Studio ein einfaches Christbäumchen gezeichnet. 
Die Datei könnt ihr hier herunterladen: Christbäumchen als svg.
Bitte nur privat verwenden!
Das Motiv lädt ihr in die Cricut App hoch und passt die Größe an. Im nächsten Schritt wählt ihr die Kartenschneidematte aus und schiebt das Motiv an die richtige Stelle.


Die gestanzten oder selbst geschnittenen Karten kann man ganz einfach 
in die Cricut Joy Kartenmatte einlegen. 
Da sie ein ungewöhnliches Format haben, habe ich mir am rechten Rand mit Washitape 
2 Markierungen für die Höhe zum Einlegen gemacht. 


Dann schneidet ihr das Motiv aus der Karte aus, nehmt diese vorsichtig 
aus der Matte heraus und löst die Schnittteile heraus. 
Ein kleiner Tipp: wenn ihr nicht auf "Ausfahren" geht, sondern gleich die nächste Karte einlegt, ohne die Matte herauszufahren und dann auf "Erneut versuchen" geht, könnt ihr ein bisschen Zeit sparen.



Die geschnittenen Karten können dann nach Herzenslust bemalt werden. Ich habe das Motive mit einem Metallicstift an den Schnittkanten entlang einfach auf die Karten durchgezeichnet. Das war sehr entspannend und sieht hübsch aus.


Die Innenbereiche habe ich mit Metallic-Wasserfarben ausgemalt.


Dann noch ein paar Punkte außen herum...




und fertig sind die liebevoll unperfekten kleinen Kunstwerke.


Meine Grüße habe ich von Hand mit Metallicstift hineingeschrieben und Freunden, denen ich besonders viel zu sagen habe, bekommen einen Brief aus Transparentpapier eingelegt und ein Schleifchen aus der Restekiste darum herum.



Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent und ein besinnliches Weihnachtsfest am Ende dieses ungewöhnlichen Jahres. Macht das Beste draus und bleibt kreativ!

Herzlichst,

Angelika



 


August 03, 2020

Cyanotypie ganz einfach - eine Anleitung zum Blaudruck

Cyanotypie ist eine sehr alte Belichtungtechnik für die Vervielfältigung von Fotografien. 
Durch das Mischen von Chemikalien (für Alchemisten einfach mal Googlen) entsteht eine lichtempfindliche Emulsion. Hiermit kann Papier und Stoff bestrichen und getränkt werden. 
Dann tut die Sonne ihren Teil dazu. Nach dem Auswaschen mit Wasser erscheinen belichtete Stellen in einem wunderschönen Dunkelblau. Abgedeckte, vor dem Licht geschützte Stellen bleiben hell. 

So entstehen wunderschöne kreative Drucke in sehr feinen Schattierungen.  




Für alle, die das einmal ausprobieren möchten, ohne mit Chemikalien zu hantieren, gibt es von Jacquard Products (Werbung!!!) vorbehandelte Stoffbogen (mit 10 oder 30 Bogen Inhalt im wiederverschließbaren lichtdichten Beutel)
Es macht großen Spaß auszuprobieren, was man alles zum Abdecken benutzen kann.

Das brauchst du zum "Sonnendrucken":

1. einen sonnigen Tag
2. für Cyanotypie vorbehandelte Papier- oder Stoffbogen
3. ideal: einen oder mehrere alte Bilderrahmen als feste Unterlage und die Glasplatte (kein Plexiglas!) zum Abdecken und Beschweren. 
4. ein paar Wäscheklammern zum Sichern, damit beim Transport nichts verrutscht
5. "Masken" zum Abdecken und zur Mustererstellung: z. B. Flohmarktfunde, Blätter aus dem Garten, Federn, Alltagsgegenstände, Abfall usw. 
Die Textschablone und die Buchstaben habe ich mit dem Cricut Joy geschnitten.



Die Bogen belegst du in einem möglichst dunklen Innenraum. Überlege dir vorher, wie du den Bogen gestalten möchtest, denn du musst schnell arbeiten sobald du einen Bogen aus der Verpackung genommen hast. Jeder Lichteinfall wirkt sich auf das Ergebnis aus.



Sichere die Dekoration mit der Glasplatte und klammere sie fest, falls nötig (bei vielen Kleinteilen). 
Lose liegende Objekte sollten schwer sein, damit sie nicht verrutschen oder wegfliegen.
Danach gehts raus in die Sonne. Achte darauf, dass während des Belichtens keinerlei Schatten auf dein Werk fällt, auch nicht dein eigener!


Die Belichtungszeit hängt von sehr vielen Faktoren ab, z. B. wo du wohnst und wie intensiv die Sonne gerade ist. Ich habe meine Drucke hier, südlich von Berlin an einem voll sonnigen Tag zwischen ca. 10 und 20 Minuten der Sonne ausgesetzt.
Der Stoffbogen wird mit der Zeit gräulich.



Nach dem Belichten wird der Bogen sofort nach dem Abnehmen der Maskierung mit Wasser ausgewaschen und somit die noch darin befindlichen Chemikalien ausgespült. Dadurch entwickelt sich die intensive blaue Farbe. 
Solange der Stoff noch nass ist, kann man das Ergebnis noch nicht richtig sehen. 



Aber wenn er dann vollständig getrocknet ist, kommt die volle Schönheit zur Geltung. 
Links ist 20 Minuten belichtet und rechts ist 10 Minuten belichtet. 



Hier zeige ich euch noch ein paar Ergebnisse und wie sie entstanden sind. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr.











Und ich möchte euch auch nicht meine Fehler vorenthalten. Hier habe ich die untere Reihe der Clipse schon in der Sonne liegend noch einmal verschoben und schon war's passiert. 
Der untere Rand war belichtet und ist am Ende dunkelblau geworden. 
Und ich habe auch keine Ahnung, wie das zarte Karomuster da hineinkam, das ich allerdings sehr hübsch finde.




Wer jetzt Lust bekommen hat, loszulegen kann die Bogen bei mir im Shop bestellen:


Viel Spaß!!!

Angelika