Februar 10, 2020

Creativeworld 2020 - Teil 3 - Resin-Workshop

Ein Service der Messe, dem wir bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet haben, war das kostenlose Workshopangebot. Eigentlich haben wir nur mitgemacht, weil Alexander von der Fa. Jaquardproducts, deren Produkte ich in meinem Shop verkaufe, abhielt.

Ich habe noch nie mit Kunstharz/Resin gearbeitet. Diese Technik erlebt gerade ein riesiges Comeback. Man kann das aus zwei Komponenten zusammengemischte hochtransparente Giessmaterial ganz hervorragend mit Jacquardproducts Pinata Alcohol Inks und Pearl Ex Glitzerpuder einfärben.


An jedem Arbeitsplatz lag eine Tüte mit dem benötigten Material, mit je einer Silikonschale für einen Untersetzer, eine Testportion Resin von Artresin und ganz wichtig, je einem Paar Gummihandschuhe. Und dann ging es auch gleich los: Auspacken, die Komponenten mischen und Pinata Ink eintropfen. 


Alexander hat uns mit viel Leidenschaft und kreativen Tipps angeleitet. 


Es ist schwierig, Kontrolle über das Ergebnis zu behalten. Damit habe ich ja immer so meine Schwierigkeiten. Dabei sind gerade die Zufallsergebnisse oft besonders schön.


Dann noch vorsichtig goldenes und kupferfarbenes Pearl Ex darüber geschüttelt...


Das Resin braucht mehrere Stunden zum Trocknen. Wir haben unsere Kunstwerke in die Tüten gepackt, mit Namen beschriftet und konnten diese am nächsten Tag am Stand von Jacquardproducts abholen, nachdem die vollständig erstarrt sind. 


Und das ist mein Untersetzer/Coaster einmal von der einen Seite mit rundgefeilten Kanten...

und von der anderen Seite. Zufällig passt der Untersetzer genau in die Lieblingsnussdose meines Mannes und so hat er jetzt der perfekten Deckel.


Mir hat das Kunstharzgießen, auch wenn es dabei viel zu beachten gibt, großen Spaß gemacht und ich werde das sicher noch öfter machen. Ich bin bereits auf der Suche nach hübschen Silikonformen.
Und die Farben gibt es hier: Pinata Alcohol Ink bei frischgeschnitten.com

Eine schöne Woche wünscht euch,
Angelika

Januar 31, 2020

DIY-Trends 2020 - Creativeworld Frankfurt - Teil 2

Und jetzt komme ich zu den eigentlichen Trends.

In der liebevoll zusammengestellten Trendschau der diesjährigen Creativeworld dominiert die Farbe "Bunt" und repräsentiert damit auch die Vielfalt von Techniken, Materialien und Ästethik.
Das Motto der Ausstellung "Work in Progress" ermutigt mit fröhlichen und motivierenden Slogans zum beherzten Darauflosarbeiten, Experimentieren und Herstellen von herrlich unperfekten Unikaten.


Die Exponate aus den Produkten der Aussteller sind ein spannender Mix aus traditionellen Techniken, neuen und recycelten Materialien und dem mutigen Einsatz von Farbe.

Es wird viel von Hand gemalt, gefärbt und getextet (spontane Typografie), um die eigene Botschaft zum Ausdruck zu bringen. Dabei kommt es mehr auf den kreativen Prozeß als auf ein perfektes Endprodukt an.



Die Kuratoren der Ausstellung haben drei Unterthemen herausgearbeitet. Auf mannshohen Tafeln wird jeweils beschrieben, was diese bedeuten:

work-out (austüfteln)
re-form (umgestalten)
up-date (auf den neuesten Stand bringen)


Alte Techniken werden wieder neu entdeckt, z. B. die Cyanotypie (Blaudruck), das Töpfern und Verzieren mit atemberaubenden Keramikglasuren, das Flechten mit 
Natur- und Recyclingmaterialien, Resin (Kunstharzgießen) und das Formen und Versteifen mit Gipsbinden.



Das Marmorieren, Pouring (Gießen) und Airbrush (Sprühen) bleiben nach wie vor im Trend, ebenso wie das Verzieren von Textilien wie T-shirts, Sweatshirts und Taschen
 mit Texten, gegenständlichen und abstrakten Motiven.



Der Umweltschutz, Nachhaltigkeit, recycelbare und biologisch abbaubare, ungiftige Farben und Bastelprodukte sind auch im DIY-Bereich in aller Munde.

Vielen internationalen Ausstellern ist aufgefallen, dass wir dieses Thema in Europa sehr ernst nehmen und dass auch sie sich hier umstellen müssen/mussten. So werden z. B. ab diesem Jahr die Gelli Arts® Geldruckplatten statt in den gewohnten Plastikverpackungen, nun in recycelbaren Kartonverpackungen ausgeliefert.

Wir haben viele Fragen gestellt (und Antworten bekommen), da wir nicht erst durch unser Buch " Upcycling mit dem Plotter" auch selbst nachhaltiger denken und einkaufen.

Und ja, es gibt Glitter, der KEIN Mikroplastik ist!
Wir haben uns auch darüber aufklären lassen, dass Kunstharzreste in den Sondermüll gehören oder noch besser ins nächste Gießprojekt mit hinein verwertet werden sollte.
Es ist wichtig, gut nachzudenken, gut informiert zu sein und Produkte mit einer hohen Wertigkeit und einer langen Nutzungsdauer herzustellen.

Und die Plotter?
Diese helfen weiterhin bei allen kreativen Prozessen mit. Sie schneiden durch eine verbesserte Technik und innovative Werkzeuge immer mehr Materialien, die wir zur Umsetzung unserer Ideen brauchen und sind weiterhin treue Begleiter für viele Techniken.

Und alles, was uns dann nicht mehr gefällt, wird upgecycelt und wieder zu etwas Neuem verarbeitet...

Ich wünsche euch eine einfallsreiche, experimentierfreudige Kreativzeit!

Angelika



Januar 30, 2020

DIY-Trends 2020 - Creativeworld Frankfurt - Teil 1

Achtung Werbung (Produkt- und Markennennungen)

Die creativeworld, die regelmäßig Ende Januar in Frankfurt stattfindet, ist immer der ultimative Motivationsschub für neue kreative Vorhaben Anfang des neuen Jahres. Gleichzeitig findet die paperworld statt und man hat mit der Eintrittskarte Zutritt zu beiden Messen, sowie zur christmasworld.
Dagmar und ich sind am Samstag angereist und blieben bis Montag.



Die Messe ist ausschließlich für Fachbesucher, aber für diese lässt sich die Frankfurter Messeorganisation dann auch allerhand einfallen.
Für "INSIDER" gab es in diesem Jahr tolle anthrazitfarbene Turnbeutel mit dezenter Aufschrift und Seitentasche - diese sind nicht nur super praktisch für die Kataloge und Prospekte, sondern man läuft mit dieser "Werbung" auch gerne herum.
Dazu gab es Gutscheine für die Snackbar und eine Mappe mit Trendberichten und Trendfarbkarten für die Nachbearbeitung zuhause.  Auch das haben wir dankbar angenommen.


Kreativität auf jedem Quadratmeter...toll!



Die Messe hat wieder einen sehr schönen Trendbereich eingerichtet, diesmal unter dem Motto "Work in Process", wo man alle wichtigen Trends, viele Techniken und außergewöhnliche Produkte entdecken konnte. 
Dazu schreibe ich dann morgen ausführlicher im Teil 2.


Der diesjährige Leitspruch "What a difference a DIY makes" und die auffälligen Plakate in meinen derzeitigen Lieblingsfarben gefielen mir besonders gut. Auch das Lachen fiel mir noch leicht inmitten all der Kunst, trotz Plattfüßen und mehreren Kilos Papier im Rucksack :-)


Im Workshopbereich wurden stündlich Kurse zum Mitmachen angeboten. Dagmar und ich haben einen Workshop zu einem der großen Trendthemen besucht, worüber ich in den nächsten Tagen in einem eigenen Blogpost berichte. 


Und auch dass ich endlich Plottertante Miriam Jug persönlich kennengelernt habe, war eines der Highlights. Am Stand von Kreativplotter haben wir unsere Plottererfahrungen ausgetauscht und etwas ganz Besonderes zusammen "ausgeheckt" :-).


Morgen gibt es dann, wie versprochen, Infos zu den heißesten Trends für 2020. 

Bis dann,

eure Angelika


Dezember 23, 2019

Meine Weihnachtskarten - Dreifachjob für den Cricut Maker

Hier sind sie - meine Weihnachtskarten...

In diesem Jahr sind sie mit dem Cricut Maker gemacht.



Ich habe dafür mehrere Techniken miteinander kombiniert.

1. Geschnitten und mit Falzlinie versehen
2. Text mit dem Foil Quill aufgebracht
3. Christbäumchen aus Restmaterial geschnitten

Das Foil Quill-Werkzeug, Folien und die Pinata Alkohol Inks, die ich verwendet habe, gibt es in meinem Shop www.frischgeschnitten.com zu kaufen (daher Werbung!).

Zuerst habe ich in Silhouette Studio selbst mit verschiedenen Schrifttypen die Datei mit dem Text und dem Ausschnitt für die Bäumchen erstellt.

Die Datei für die Basiskarte habe ich mit dem iPad direkt in der Cricut App erstellt, sodaß sie perfekt in meine Umschläge passen. In der Mitte habe ich jeweils eine Falzlinie mit dem Double Scoring Wheel gemacht.


Zwar musste ich nach jedem Falz und Schnitt das Werkzeug wechseln, aber das ging ruckzuck. Das Programm zeigt immer genau an, welches Werkzeug für den nächsten Schritt eingesetzt werden muss.


Ich habe mit zwei Schneidematten gearbeitet. Während eine Karte geschnitten wurde, habe ich die nächste vorbereitet.


Aus den Resten und aus einem Stück dickem Plastik habe ich dann die Bäumchen zum Aufkleben geschnitten.


Dann habe ich die Textdatei importiert und in der Größe angepasst. Zur Verwendung mit dem Foil Quill, dem Hitzestift von We R Memory Keepers müssen die Linien unbedingt auf "Zeichnen" gesetzt sein.


Es gibt eine Metallplatte von We R Memory Keepers, die man auf die Schneidematte legt und dann die Karte sowie die Folie mit den beigefügten Magnetstreifen festhält - super!


Während der Plotter die Texte mit dem Foil Quill aufgebracht hat (jede Karte hat ca. 10 Minuten gedauert) habe ich die Bäumchen mit Jacquard Pinata Alcohol Ink beträufelt.


Dabei sind richtige kleine Kunstwerke entstanden und jedes sieht anders aus. Man kann immer wieder Farbe darüber träufeln, solange bis das Design wirklich gefällt. Dabei wird die untere Schicht immer wieder angelöst und das gibt tolle Effekte.


Außerdem ist es herrlich entspannend, mit diesen Farben zu arbeiten. Am besten sind nicht saugende Untergründe, obwohl auch die Bäumchen aus dem nicht lackierten Papier sehr hübsch geworden sind. 


Dann habe ich die Karten gefalzt und je 3 Klebepunkte auf den folienfreien Teil geklebt. 


Dann jeweils ein farblich passendes Bäumchen aufgeklebt und fertig!


Frohe Weihnachten!!!




Oktober 17, 2019

Frisch Geschnitten - Upcycling mit dem Plotter

In einer kurzen Regenpause kamen sie an - die 5 Paletten mit dem neuen Buch. Glück gehabt!

Monatelang haben Dagmar und ich diskutiert, kreiert, Material zusammengesucht, Dateien erstellt, geschnibbelt, gezeichnet, gefärbt, gesprüht, getupft, dann fotografiert, geschrieben und dann endlich ist es da:

"Frisch Geschnitten - Upcycling mit dem Plotter" ist das Buch für alle, die endlich mal ihre ganzen Materialien verarbeiten möchten, die sich mit der Zeit angesammelt haben. Denn auch ungeliebte Farben, Zuvielkäufe und Verpackungsmaterialien sind wertvolle Schätze, aus denen man tolle Sachen machen kann.





Das Aufräumen und Sortieren schafft dann nicht nur Platz in den Schränken, sondern setzt auch neue kreative Energie frei - das Upcycling, das Aufarbeiten von Vorhandenem macht einen Riesenspaß.




Auf 160 Seiten bekommt ihr zuerst einmal Hilfe beim Sortieren eurer wertvollen Bestände. Dann gibt es jede Menge Ideen für die verschiedensten Materialien und Mengen, die ihr zur Verfügung habt.

Wir haben die Projekte im Buch mit drei verschiedenen Plottern erarbeitet, dem Brother SDX, dem Cricut® Maker und dem Silhouette Cameo. Für jedes der ganz unterschiedlichen Systeme gibt es eine Möglichkeit, aus Resten Motive passgenau auszuschneiden, die wir im Buch ebenfalls  beschreiben.




Und natürlich wird es auch wieder bunt. Ihr könnt nämlich nicht nur alte Kleidung und Stoffe umfärben und bedrucken, sondern auch Bügelfolien und Vinylfolien mit eigenen Mustern versehen.

Das Arbeiten mit Farbe macht gute Laune und etwas Vorhandenes so zu bearbeiten, dass du es wieder magst und weiter benutzt, statt neu zu kaufen, ist das Beste, was du für die Umwelt tun kannst.

Am Ende wagen wir es sogar, euch zu Zero Waste beim Plotten zu ermutigen. Du kannst tatsächlich auch aus den letzten kleinen Abfällen noch etwas Sinnvolles herstellen...

Mehr Bilder zum Inhalt findet ihr beim Buch in meinem Shop oder auf www.plotterbuch.de.

Viel Spaß!

Angelika

Juli 02, 2019

Stoffe selber bedrucken mit UV-reaktiven Farben - Sun Printing - Anleitung

Und noch mehr tolle Sonnendrucke...
Diesmal habe ich Stoffe bedruckt mit verschiedenen Techniken. Zum Ausprobieren habe ich einfach die Rückseite von Leinenstoffen genommen, die ich hier noch übrig hatte.

Das ist gleichzeitig eine Anleitung, wie die SolarFast®-Farben von Jacquard Products verwendet werden. Es gibt sie in meinem Shop www.frischgeschnitten.com einzeln oder als Starterset, das auch eine tolle Geschenkidee ist.

Zuerst deckst du deinen Arbeitstisch (im Innenraum ohne UV-Licht) gut ab. Dann verteilst du etwas SolarFast auf dem Stoff.


Mit einer Rakel verteilst du die Emulsion gleichmäßig. Ich habe dafür meine neue Lieblingsrakel aus Silikon genommen (ja, Rakel sind weiblich :-)), die es auch in meinem Shop zu kaufen gibt. 


Dann legst du blickdichte Masken und Schablonen auf den feuchten Stoff. Je dichter diese das Licht abhalten, desto heller bleiben die Muster darunter. Ich habe in diesem Beispiel mal alte Fotonegative ausprobiert. Die Bilder waren zu klein, um sie auf dem Druck zu erkennen, aber die gelochten Ränder sahen hinterher ganz hübsch aus.


Dann deckst du alles mit einer transparenten Folie oder Glasplatte ab, damit die Masken und Schablonen draußen in Wind und Sonne nicht wegfliegen. 


Dann kannst du zuschauen, wie SolarFast sich im Licht zu Ihrer wahren Farbe entwickelt. Die Negative sind durchsichtig. Deshalb ergab es hellere Streifen auf dunklerem Grund. 


Nachdem der Stoff komplett durchgetrocknet ist, muss er zur Fixierung gewaschen werden. Am besten nimmst du dazu das speziell entwickelte SolarFast Wash, das nicht entwickelte Farbe während der Wäsche bindet, sodass die hellen Bereiche des Stoffs nicht verfärben. Ich habe daraus ein Täschchen genäht.


Für das 2. Beispiel habe ich die Farbe "Avocado" genommen, deren Basis ein sattes Gelb ist.


Für die Musterung habe ich ein Reststück geplottete SnapPap-Streifen, 2 geplottete Schablonen und ein bisschen Unkraut aus dem Garten genommen.


Dann wieder alles abgedeckt und ab in die Sonne...


"Avocado" verwandelt sich zu Grün und die abgedeckten Bereiche bleiben Gelb, eine sehr naturige Farbkombination. Die Schablonen ergeben ein sehr deutliches Muster, während die Pflanzenteile nur ein wenig Struktur hinein gebracht haben.


Und hier noch einmal ein Muster mit Schablonen in Blau.



Es macht großen Spaß mit den Solarfarben zu experimentieren und es ist genau das Richtige zum Draußensein im Sommer und sich trotzdem kreativ zu betätigen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Angelika