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März 26, 2024

Eine Schablone vergrößern oder verkleinern mit dem Brother ScanNCut Plotter

(Werbung durch Produktnennungen)

Diese schöne Schablone habe ich mal selbst geschnitten, aber die Schneidedatei ist leider unauffindbar. Da habe ich mir überlegt ob ich sie nicht anders verkleinern könnte. Mit dem Brother ScanNCut kein Problem und sehr praktisch, da Schablonen ja oft nicht die gewünschte Größe haben.

Zuerst habe ich die Schablone mit einem schwarzen Stift auf weißes Papier durchgezeichnet.


Die Zeichnung habe ich mit dem ScanNCut Plotter eingescannt, die Linien nachzeichnen lassen und in der Maschine gespeichert.


Dann habe ich die Datei direkt am ScanNCut Display auf die neue Größe verkleinert und aus einem Pizzakarton geschnitten (Upcycling!)





Da der Karton etwas dicker ist kann man damit prima 3D Effekte mit Modellierpaste erzielen.

Mit der goldenen Rubens Strukturpaste, die auch nach Jahren noch nicht eingetrocknet ist, habe ich ein paar Akzente gesetzt. Die Punkte sind fast 1 cm hoch. Der schöne Glanz lässt sich auf dem Foto gar nicht so richtig einfangen.


Jetzt muss ich noch einen passenden Rahmen finden und dann kommt das Bild an die Wand :-).


Und ich freue mich schon aufs nächste Projekt!





April 17, 2019

Das Foil Quill Set für den Plotter - Teil 2

Gestern habe ich euch das Foil Quill von We R Memory Keepers (alle Marken- und Produktnamen im Blogpost sind Werbung) vorgestellt.

Zum Teil 1 geht's hier:
https://papierscherestoff.blogspot.com/2019/04/erste-versuche-mit-dem-foil-quill.html

Heute gebe ich euch ein paar Tipps für mehr Spaß und weniger Frust.
Es sind doch einige Dinge zu beachten beim Folieren mit dem neuen Gerät.

1. Nicht jede Folie funktioniert mit den Foil Quill Stiften.

Es gibt zweierlei Arten der dünnen Veredelungsfolien:
- Lasertoner aktivierende Folie (das ist die, die auf Bügelfolien und Laserausdrucken haften)
- Hitzeaktivierende Folie (diese hält allein durch Hitze und Druck auf vielen Materialien)

Zur Benutzung mit dem Foil Quill Stift braucht ihr die hitzeaktivierende (heat reactive) Folie.

Da die Originalfolien überall ausverkauft oder noch nicht lieferbar waren, habe ich mein Glück mit Folie von Spellbinders und für die Go Press versucht und hatte dabei unterschiedlich gute Ergebnisse bei verschiedenen Farbtönen.

Deshalb am besten die Originalfolie verwenden, die dafür vorgesehen ist.
Demnächst gibt es sowohl das Foil Quill wie auch eine schöne Auswahl Folien bei mir im Shop.



2. Das richtige Einsetzen des Foil Quill Stifts

Der Stift muss fest in den Adapter für den jeweiligen Plotter eingeschraubt werden.
Und der Adapter mit dem Stift darin muss wirklich fest in die Halterung des Plotters eingerastet sein. Sonst wird der Adapter beim Zeichnen hochgedrückt und es gibt keinen Druck auf die Folie.




3. Die Verbindung mit dem USB-Stecker

Der USB-Stecker muss so in einen USB-Steckplatz gesteckt werden, dass das Kabel sich frei bewegen kann und keinesfalls beim Zeichnen zieht oder die Stromzufuhr unterbrochen wird.
Ich habe ihn in mein Laptop neben der Maschine gesteckt. Das Foil Quill verbraucht nur wenig Strom aus dem Akku. Das ging prima.




4. Washi Tape zum Befestigen der Folie

Beim Starterset ist eine Rolle Washi Tape dabei und das hat auch seinen Grund.

Die dünne Folie muss rundum gut festgeklebt werden auf dem Grundmaterial.
Dabei müsst ihr auch darauf achten, dass euch das Washi Tape beim Abziehen nicht das Grundmaterial beschädigt.
Das mitgelieferte Washi Tape lässt sich hervorrragend vollständig ablösen.
Ein schmales preiswertes No Name Produkt auch.

Viele Tapes (auch teure) haben mir jedoch das Papier mit abgerissen.
Deshalb: vorher testen!






5. Zeichnen oder Schneiden

Falls dein Brother Plotter keine Linien auf dem Touchscreen am Gerät anzeigt, obwohl du diese ganz sicher in der Datei drin hast, ist folgendes passiert:

Die Brother-Plotter unterscheiden sehr genau zwischen Schneide- und Zeichenlinien.
Für das Foil Quill musst du "Zeichnen" auswählen, sonst meckert der Plotter. Und dafür will er Zeichenlinien.

Sowohl bei Dateien aus Canvas Workspace als auch bei Dateien aus Sure Cuts A Lot müsst ihr deshalb die Linien, die mit dem Foil Quill gezeichnet werden sollen, als Zeichenlinien (draw) einstellen.
Linien, die geschnitten werden sollen, müssen als Schneidelinien (cut) eingestellt sein.
So könnt ihr auch sowohl die Foil Quill-Linien wie auch die Schneidelinien in einer einzigen Datei als .fcm für den Brother-Plotter abspeichern.

Falls ihr mit Sure Cuts A Lot arbeitet, können die Einstellungen der Linien in der Style-Palette vorgenommen werden und dann in der Vorschau überprüft werden: Blau wird gezeichnet - Rot wird geschnitten.





In Canvas Workspace funktioniert es ähnlich. Die Linien werden ausgewählt und dann im Eigenschaften-Fenster als Zeichenlinien oder Schneidelinien eingestellt. Dann werden diese nach dem Übertragen an der Maschine richtig angezeigt:



Am Plotter wird dann zuerst mit dem Foil Quill Stift gezeichnet. Hierzu muss "Zeichnen" gewählt werden. Die Zeichenlinien werden angezeigt und gezeichnet.



Dann nehmt ihr die Folie vorsichtig vom Grundmaterial ab. Die Matte mit dem Grundmaterial bleibt im Gerät drin und ihr wählt jetzt "Schneiden". Die Schneidelinien werden angezeigt und der Plotter schneidet.





Das DANKE geht an euch fürs Durchhalten bis zum Schluss und an die Fa. American Crafts für ein tolles Tool!

Viel Spaß mit euren Foil Quills!

Angelika





April 16, 2019

Erste Versuche mit dem Foil Quill Folierstift im Brother Plotter DX 1200 - Teil 1

Groß war meine Freude, als das heiß begehrte und überall ausverkaufte Plotter-Adapter hier ankam:
Das Foil Quill Starterset von We R Memory Keepers (alle Markennennungen im Blogpost sind Werbung!), einer Firma, die zwar tolle Bastel-Tools macht, aber vorher noch nichts für Plotter im Programm hatte und jetzt ganz unerwartet diese innovativen Stifte mit Adaptern für verschiedene Plotter herausgebracht hat.



Was macht man damit?
Die Stifte werden in den Plotter eingelegt und pressen spezielle hitzeaktivierte Folien in Linien auf den Untergrund.



Und wie geht das?
Der Stift wird in den Plotter eingelegt und mit einem USB-Port verbunden. Dann erhitzt dieser sich.
Untergrund und Folie werden auf der Schneidematte fixiert.
Das Wunschdesign wird an den Plotter geschickt und "zeichnet" Linien.
Dabei wird die Folie in Linien auf den Untergrund gepresst.




Das Ergebnis: toll!
Nun sieht natürlich Goldfolie auf Schwarz am edelsten aus, aber das haben andere vor mir schon gezeigt. Ich habe lieber einige Ausdrucke von Digipapier und meinen eigenen Gel-Drucken genommen und mit farbigen Folien gearbeitet.
Auch habe ich ausnahmsweise mal nicht meine eigenen Motive benutzt, sondern die wirklich schönen Motivations-Sprüche und Icondesigns vom Foil Quill USB Art Stick von Heidi Swapp, der speziell für das Foil Quill entwickelt wurde.




Und dann habe ich doch noch Gold verarbeitet :-)
Auf dem sehr dunklen unruhigen Gel-Druck sieht auch das super aus. 
Leider werden die Fotos den echten Ergebnissen kaum gerecht, weil es so schwer ist, den Glanz im Bild einzufangen.




Morgen gibt es hier dann noch ein paar Tipps zur Verwendung des Foil Quills mit dem Brother Plotter. Da gibt es nämlich einiges zu beachten...

Hier geht's zu Teil 2:
https://papierscherestoff.blogspot.com/2019/04/das-foil-quill-set-fur-den-plotter-teil.html

Bis dann,

Angelika
















Februar 24, 2019

Plotten mit Kindern

Gestern hatte ich 2 Jungs zu Besuch, 6 und 11 Jahre.

Meine Idee, T-Shirts zu beplotten wurde begeistert angenommen. Ich konnte die beiden überzeugen, dass eigene Zeichnungen viel cooler sind als irgend etwas aus dem Internet.

Die ersten Vorlagen entstanden ruckzuck mit schwarzen Markern auf Papier.
Und das herzallerliebste Tierchen entstand in kürzester Zeit durch den Finger des älteren Jungen auf dem Touchscreen des Windows Tablets. Hammer!

Das Bearbeiten der Dateien, das Einscannen, Plotten und Entgittern hat uns allen riesig Spaß gemacht und die Ergebnisse nach dem Pressen sind einfach umwerfend.
Umgesetzt haben wir die Bilder mit Flexfolie und Flockfolie.

Bevor die Jungs wieder abreisten habe ich ganz schnell ein paar Fotos gemacht.

Viel Spaß und unbedingt auch mal probieren, wenn ihr Kinder habt!









Januar 04, 2019

2019 wird super! - Lightbox

Ich hoffe, ihr seid alle gut gerutscht und heil ins neue Jahr gekommen.

Leider ist die herrliche ruhige Weihnachtswoche schon wieder vorbei. Ich habe mal so richtig schön einfach Nichts getan über die Feiertage.
Aber gleich am 2. Januar wurde ich dann wieder von Kunden, die vergessen haben, dass an Feiertagen nicht geliefert wird, Lesern mit Knöpfen auf den Augen (das habe nicht ich gesagt!), ungeduldigen Plotteranfängern und leergekauften Buchgroßhändlern bestürmt (über die hab ich mich am meisten gefreut. Danke an alle meine Leser!).
Geschmunzelt habe ich über einen Kunden, der eine korrrekte Rechnung haben wollte, aber korrekt mit 3 "r" schreibt. Naja, kann ja mal passieren und eine Rechnung gibt es ja sowieso immer.

Da dachte ich, nachdem ich alles abgearbeitet hatte, es kann nicht schaden, ein paar positive Vibes in den Raum zu bringen. So entstand heute meine Lightbox, die ich schon so lange hier liegen habe und das wünsche ich dann auch für euch alle:


Zum Erstellen der Dateien habe ich Sure Cuts A Lot 5 genommen. Es ist einfach praktisch, die Dateien gleich als .fcm abzuspeichern und sie funktionieren immer einwandfrei nach dem Übertragen an die ScannCut. 
Die verwendete Schrift heißt "Blackout". Ihr könnt solch einen Text und die abgerundeten Rechtecke  zum darauf kleben natürlich auch in jedem anderen Plotterprogramm erstellen.


Was mir besonders an SCAL gefällt ist, dass ich ein Projekt mit Unterseiten speichern kann. Ich mache den Entwurf mit Schrift und den transparenten Schiebern für die Lightbox (die genau die richtige Höhe haben müssen) auf der ersten Seite. Dann füge ich eine 2. Seite hinzu Unten links im Programm), kopiere nur die Schrift hinein, verschiebe sie materialsparend und exportiere als .fcm.


Dann füge ich eine weitere Seite hinzu, in die ich nur die transparente Schieber hinein kopiere, verschiebe diese wieder platzsparend und speichere auch dies als .fcm. Die beiden Dateien übertrage ich per USB-Stick an meinen Plotter.


Zuerst schneide ich das Vinyl. Wer eine SDX 1200 hat, nicht vergessen beim Vinylschneiden den Halbschnitt auf ON zu setzen.


Zum Schneiden der Schieber (aus transparenter Overheadfolie, die ich sonst für Schablonen nehme) muss der Halbschnitt wieder auf OFF gesetzt werden, weil diese ja komplett durchgeschnitten werden soll.


Dann geht's ans Entgittern der Schrift.


Das möglichst blasenfreie Aufbringen der Transferfolie und gut festreiben!


Das Abziehen der Schrift von der Trägerfolie...


und das Aufbringen auf die Schieber. Achtung! Die Schrift muss genau mittig sitzen. Hierbei hat die Karoeinteilung meiner Arbeitsunterlage geholfen.


Und fertig. Wo ist jetzt nur ein passendes Netzteil, um das Ding zu illuminieren???


Auch das habe ich gefunden, wie ihr oben seht. Dann mache mal das Licht an...

Ich wünsche euch allen ein schönes erstes Wochenende im neuen Jahr,

eure Angelika
 

Dezember 20, 2018

Meine Weihnachtskarten 2018 - eine Kombination mit Plotter, Drucker und Stickmaschine

Leider widme ich meiner Stickmaschine viel zu wenig Zeit. Deshalb wollte ich in diesem Jahr unbedingt Weihnachtskarten machen, bei denen Plotten und Sticken kombiniert ist.



Die ScanNCut schneidet Filz ganz prima. Also habe ich auf Filz gestickt, ein Motiv von Urbanthreads. Ich liebe diese Dateien, weil sie so anders sind als alles, was man sonst so sieht.

Diesmal habe ich die Datei in Sure Cuts A Lot 5 erstellt, einem Programm ähnlich wie Silhouette Studio, mit dem man jedoch die Brotherdateien .fcm direkt exportieren kann.

Stickdateien kann man direkt ins Programm importieren. So habe ich die Stickdatei geöffnet und darum herum eine Form wie ein Offset gezeichnet und als .fcm exportiert, um sie mit neuem neuen Brother-Plotter schneiden zu lassen.


Als nächstes zeichne ich die Form der Klappkarte darum herum, die ich dann später aus dem Kartenkarton schneiden werde und exportiere diese ebenfalls als .fcm auf meinen USB-Stick.

An SCAL 5 gefällt mir besonders gut, dass ich innnerhalb einem Projekt mehrere Seiten erstellen kann und dann jeden Teil des Designs auf eine separate Seite kopieren und einzeln exportieren kann. Das Projekt bleibt trotzdem eine einzige Projektdatei.


Dann also ab in die Werkstatt, den Filz grob zuschneiden und auf Stickvlies aufbügeln, um diese in den Rahmen einzuspannen. Dann zur Stickmaschine und die Stickdatei aufrufen...


Es ist wunderbar, dass die Stickmaschine alleine arbeitet. 



In der Zwischenzeit (jedes Motiv dauert 11 Minuten zu sticken) kann ich nämlich die Kartenkartons bedrucken mit Mustern von Digipapers, die ich zum Teil kaufe, oft aber auch selbst mache.


Wenn alle Stickmotive fertig sind, entferne ich das Abreißfließ und bügle die Filzstücke.

Um Filz zu schneiden muss die Matte sehr gut kleben. Ich nehme die leichtklebende Matte, die ich sowieso kaum benutze und klebe die hellblaue Folie zum Stoffschneiden darauf. Die Folie kann solange darauf kleben bleiben, bis sie nicht mehr hält, weil sie zerschnitten ist. Ich klebe drei Filzstreifen auf die Schneidematte.


Dann lade ich die Matte in den Plotter, rufe die Datei zum Filz schneiden am Plotter auf und repliziere sie, sodass ich 3 Motive auf einmal schneiden kann. Mit dem Hintergrundscan verschiebe ich die Motive an die jeweils richtige Stelle auf dem Touchscreen.


Dann schneiden... und mit dem neuen ScanNCut SDX 1200 muss man ja NICHTS mehr einstellen, nur darauf achten, dass der Halbschnitt auf OFF steht. 


Die Maschine schneidet die Motive in zwei Durchgängen super sauber aus, obwohl ich vergessen habe, das neue Stoffmesser einzusetzen. Aber die Messer sind offensichtlich so gut, dass man damit auch mal abwechselnd verschiedene Materialien schneiden kann. Glück gehabt.


Und diese stark klebenden Folien sind einfach der Hammer. Die lassen sich übrigens auch auf Silhouette-Schneidematten verwenden. In meinem Textilbuch "Frisch Geschnitten 3.0" habe ich diese auch öfter verwendet und erklärt.


Jetzt nehme ich die normal klebende Matte, rufe die Datei auf, um die Karten zu schneiden und schneide hintereinander alle Kartenkartons. Damit nichts verrutscht, klebe ich den Karton zusätzlich mit Klebeband auf der Matte fest.


Auch den Kartenkarton schneidet die Messerautomatik perfekt, ohne dass ich selbst irgend eine Einstellung mache. Das ist so bequem!


Ich falte die Karten so, dass unten ein Stückchen der Innenseite heraus schaut.


Und noch eine praktische kleine Maschine aus meinem Maschinenpark:
Die Xyron Creative Station Lite, eine Maschine zum Sticker machen. 
Ich kurble die geschnittenen Filzteile durch und die Maschine macht in 
Null-Komma-Nichts die Rückseiten klebrig. 


Dann nur noch aufkleben und fertig. Der Zeitaufwand für meine über 20 Karten war nicht einmal so groß, weil alles ohne Probleme geklappt hat. Und die Filzteile können wieder abgelöst und anderweitig verwendet werden.


Meine Freunde wissen die Arbeit zu schätzen. 
Es freut mich immer, wenn ich Bilder bekomme, wie meine Karten weiterverwendet werden z. B. in einer Collage oder als Aufnäher. 


Ich wünsche euch allen einen schönen 4. Advent!

Angelika