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Dezember 23, 2019

Meine Weihnachtskarten - Dreifachjob für den Cricut Maker

Hier sind sie - meine Weihnachtskarten...

In diesem Jahr sind sie mit dem Cricut Maker gemacht.



Ich habe dafür mehrere Techniken miteinander kombiniert.

1. Geschnitten und mit Falzlinie versehen
2. Text mit dem Foil Quill aufgebracht
3. Christbäumchen aus Restmaterial geschnitten

Das Foil Quill-Werkzeug, Folien und die Pinata Alkohol Inks, die ich verwendet habe, gibt es in meinem Shop www.frischgeschnitten.com zu kaufen (daher Werbung!).

Zuerst habe ich in Silhouette Studio selbst mit verschiedenen Schrifttypen die Datei mit dem Text und dem Ausschnitt für die Bäumchen erstellt.

Die Datei für die Basiskarte habe ich mit dem iPad direkt in der Cricut App erstellt, sodaß sie perfekt in meine Umschläge passen. In der Mitte habe ich jeweils eine Falzlinie mit dem Double Scoring Wheel gemacht.


Zwar musste ich nach jedem Falz und Schnitt das Werkzeug wechseln, aber das ging ruckzuck. Das Programm zeigt immer genau an, welches Werkzeug für den nächsten Schritt eingesetzt werden muss.


Ich habe mit zwei Schneidematten gearbeitet. Während eine Karte geschnitten wurde, habe ich die nächste vorbereitet.


Aus den Resten und aus einem Stück dickem Plastik habe ich dann die Bäumchen zum Aufkleben geschnitten.


Dann habe ich die Textdatei importiert und in der Größe angepasst. Zur Verwendung mit dem Foil Quill, dem Hitzestift von We R Memory Keepers müssen die Linien unbedingt auf "Zeichnen" gesetzt sein.


Es gibt eine Metallplatte von We R Memory Keepers, die man auf die Schneidematte legt und dann die Karte sowie die Folie mit den beigefügten Magnetstreifen festhält - super!


Während der Plotter die Texte mit dem Foil Quill aufgebracht hat (jede Karte hat ca. 10 Minuten gedauert) habe ich die Bäumchen mit Jacquard Pinata Alcohol Ink beträufelt.


Dabei sind richtige kleine Kunstwerke entstanden und jedes sieht anders aus. Man kann immer wieder Farbe darüber träufeln, solange bis das Design wirklich gefällt. Dabei wird die untere Schicht immer wieder angelöst und das gibt tolle Effekte.


Außerdem ist es herrlich entspannend, mit diesen Farben zu arbeiten. Am besten sind nicht saugende Untergründe, obwohl auch die Bäumchen aus dem nicht lackierten Papier sehr hübsch geworden sind. 


Dann habe ich die Karten gefalzt und je 3 Klebepunkte auf den folienfreien Teil geklebt. 


Dann jeweils ein farblich passendes Bäumchen aufgeklebt und fertig!


Frohe Weihnachten!!!




April 17, 2019

Das Foil Quill Set für den Plotter - Teil 2

Gestern habe ich euch das Foil Quill von We R Memory Keepers (alle Marken- und Produktnamen im Blogpost sind Werbung) vorgestellt.

Zum Teil 1 geht's hier:
https://papierscherestoff.blogspot.com/2019/04/erste-versuche-mit-dem-foil-quill.html

Heute gebe ich euch ein paar Tipps für mehr Spaß und weniger Frust.
Es sind doch einige Dinge zu beachten beim Folieren mit dem neuen Gerät.

1. Nicht jede Folie funktioniert mit den Foil Quill Stiften.

Es gibt zweierlei Arten der dünnen Veredelungsfolien:
- Lasertoner aktivierende Folie (das ist die, die auf Bügelfolien und Laserausdrucken haften)
- Hitzeaktivierende Folie (diese hält allein durch Hitze und Druck auf vielen Materialien)

Zur Benutzung mit dem Foil Quill Stift braucht ihr die hitzeaktivierende (heat reactive) Folie.

Da die Originalfolien überall ausverkauft oder noch nicht lieferbar waren, habe ich mein Glück mit Folie von Spellbinders und für die Go Press versucht und hatte dabei unterschiedlich gute Ergebnisse bei verschiedenen Farbtönen.

Deshalb am besten die Originalfolie verwenden, die dafür vorgesehen ist.
Demnächst gibt es sowohl das Foil Quill wie auch eine schöne Auswahl Folien bei mir im Shop.



2. Das richtige Einsetzen des Foil Quill Stifts

Der Stift muss fest in den Adapter für den jeweiligen Plotter eingeschraubt werden.
Und der Adapter mit dem Stift darin muss wirklich fest in die Halterung des Plotters eingerastet sein. Sonst wird der Adapter beim Zeichnen hochgedrückt und es gibt keinen Druck auf die Folie.




3. Die Verbindung mit dem USB-Stecker

Der USB-Stecker muss so in einen USB-Steckplatz gesteckt werden, dass das Kabel sich frei bewegen kann und keinesfalls beim Zeichnen zieht oder die Stromzufuhr unterbrochen wird.
Ich habe ihn in mein Laptop neben der Maschine gesteckt. Das Foil Quill verbraucht nur wenig Strom aus dem Akku. Das ging prima.




4. Washi Tape zum Befestigen der Folie

Beim Starterset ist eine Rolle Washi Tape dabei und das hat auch seinen Grund.

Die dünne Folie muss rundum gut festgeklebt werden auf dem Grundmaterial.
Dabei müsst ihr auch darauf achten, dass euch das Washi Tape beim Abziehen nicht das Grundmaterial beschädigt.
Das mitgelieferte Washi Tape lässt sich hervorrragend vollständig ablösen.
Ein schmales preiswertes No Name Produkt auch.

Viele Tapes (auch teure) haben mir jedoch das Papier mit abgerissen.
Deshalb: vorher testen!






5. Zeichnen oder Schneiden

Falls dein Brother Plotter keine Linien auf dem Touchscreen am Gerät anzeigt, obwohl du diese ganz sicher in der Datei drin hast, ist folgendes passiert:

Die Brother-Plotter unterscheiden sehr genau zwischen Schneide- und Zeichenlinien.
Für das Foil Quill musst du "Zeichnen" auswählen, sonst meckert der Plotter. Und dafür will er Zeichenlinien.

Sowohl bei Dateien aus Canvas Workspace als auch bei Dateien aus Sure Cuts A Lot müsst ihr deshalb die Linien, die mit dem Foil Quill gezeichnet werden sollen, als Zeichenlinien (draw) einstellen.
Linien, die geschnitten werden sollen, müssen als Schneidelinien (cut) eingestellt sein.
So könnt ihr auch sowohl die Foil Quill-Linien wie auch die Schneidelinien in einer einzigen Datei als .fcm für den Brother-Plotter abspeichern.

Falls ihr mit Sure Cuts A Lot arbeitet, können die Einstellungen der Linien in der Style-Palette vorgenommen werden und dann in der Vorschau überprüft werden: Blau wird gezeichnet - Rot wird geschnitten.





In Canvas Workspace funktioniert es ähnlich. Die Linien werden ausgewählt und dann im Eigenschaften-Fenster als Zeichenlinien oder Schneidelinien eingestellt. Dann werden diese nach dem Übertragen an der Maschine richtig angezeigt:



Am Plotter wird dann zuerst mit dem Foil Quill Stift gezeichnet. Hierzu muss "Zeichnen" gewählt werden. Die Zeichenlinien werden angezeigt und gezeichnet.



Dann nehmt ihr die Folie vorsichtig vom Grundmaterial ab. Die Matte mit dem Grundmaterial bleibt im Gerät drin und ihr wählt jetzt "Schneiden". Die Schneidelinien werden angezeigt und der Plotter schneidet.





Das DANKE geht an euch fürs Durchhalten bis zum Schluss und an die Fa. American Crafts für ein tolles Tool!

Viel Spaß mit euren Foil Quills!

Angelika





April 04, 2018

Frisch Geschnitten 3.0 ist da!

Pünktlich kurz vor Ostern ist Frisch Geschnitten 3.0 erschienen, ein ganzes Buch darüber, was man mit dem Plotter (egal welcher Marke) alles machen kann, um Stoffe und Textilien zu verschönern und zu verarbeiten.
Und weil es diesmal nicht darum geht, dass ihr lernt, Dateien zu erstellen, müsst ihr diese nicht selbst erstellen, sondern sie können nach Erstellen eines Accounts von meiner Seite www.frischgeschnitten.com heruntergeladen werden.

Das Buch soll euch jedoch wie bei all meinen Büchern auch dazu ermutigen, eigene Ideen zu verwirklichen. Hierzu bekommt ihr jede Menge Techniken vorgestellt, die richtig Spaß machen und tolle Ergebnisse hervorbringen.

Die Vorbestellungen sind alle verschickt und erste Exemplare haben ihre Leser heute schon erreicht. Und auch die Sendungen in die Schweiz sind unterwegs und kommen in Kürze an.
Ich hoffe, dass euch mein neuestes Buch gefällt!






Pünktlich zum Erscheinen hat mich Amazon auch schon wieder mit Falschinformationen geärgert. Obwohl ich meine Bücher dort selbst verkaufe (siehe das minikleine "Neu"), steht auf der Seite weiterhin beharrlich: "Dieser Artikel ist noch nicht erschienen".
Seit Tagen versuche ich, Amazon dazu zu bewegen, die Inhaltsbilder anzuzeigen. Auch das ist scheinbar ein größeres Problem. Amazon will den Käufern den Inhalt des Buchs einfach nicht zeigen mit der Begründung des Verkäuferservice, den Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten zu wollen. Da kann man doch echt nur noch in die Tischkante beißen...
Deshalb am besten bei mir direkt bestellen, versandkostenfrei und schnell und auf Wunsch mit Widmung. Dann könnt ihr die Downloaddateien auch gleich mitnehmen.

Wer trotzdem lieber bei Amazon bestellt, kann unten in den Screenshot klicken. Irgendwann werden die Bücher dort ja auch versandbereit sein.

Nachtrag: oha, jetzt heißt es bei Amazon, dass der Artikel derzeit nicht auf Lager ist. Warum nicht gleich so... die Bilder fehlen leider immer noch.






Dezember 15, 2017

Metalliceffekte mit dem Laserdrucker und dem Laminiergerät - glitzernde Geschenkanhänger

Und hier kommt nun die zweite Variante wie man tolle Metalliceffekte auf Papier bringen kann:
mit einem Laserausdruck oder einer Fotokopie, die durch das Laminiergerät geschoben wird. Auf diese Weise könnt ihr jeden Schwarzweiß-Ausdruck glänzend und glitzernd veredeln.
Ich habe Geschenkanhänger gemacht mit Grafiken aus dem Holiday-Grafikbundle von Designcuts.

Die haben dann so perfekt und fertig gekauft ausgesehen, dass ich sie ausnahmsweise nicht mit einem Plotter, sondern ganz unregelmäßig von Hand ausgeschnitten habe.



Und das brauchst du für diese Technik:
1. Fotokopien oder Ausdrucke deiner Motive auf festem Papier
2. Veredelungsfolie (siehe auch verwendete Produkte ganz unten)
3. ein Laminiergerät

Zuerst druckst du deine Designs mit dem Laserdrucker aus oder machst Fotokopien davon. Wichtig ist der Lasertoner, auf dem die Veredelungsfolie mit Hitze und Druck dauerhaft haftet.


Falte nun einen Bogen Kopierpapier in der Mitte, sodass du eine Art Laminierhülle bekommst.
Lege deine zurechtgeschnittenen Motive in die Hülle hinein. Die Seite mit dem Knick liegt links. Decke die Motive mit entsprechenden Stücken der Veredelungsfolien ab.


Tipp:
Lege je ein oder zwei Bücher vor und hinter das Laminiergerät. Dann hast du es leichter, die Laminierhülle gerade einzuführen und sie kippt hinten beim Herauskommen nicht nach unten und verformt sich beim Erkalten.

Nun wird die geschlossene Hülle, die geknickte Seite voraus, mit den Ausdrucken und der Folie darauf durch das vorgeheizte Laminiergerät laufen gelassen.


Nach dem Herauskommen müssen Papier und Folien vollständig erkaltet sein.


Dann kannst du die Veredelungsfolien vorsichtig anheben und entfernen.



Das metallische Glitzern lässt sich beim Fotografieren kaum einfangen. Die Drucke sehen aus wie professionell gedruckt. Reste der Folie, die ich zuvor beim Textildruck verwendet habe, die schon einmal gepresst waren, ergeben den hübschen shabby Effekt.


Um den handgemachten Touch zu erhalten, habe ich die Anhänger von Hand ausgeschnitten, mit der Lochzange je ein kleines Loch gestanzt und Bändchen eingeknüpft.




Dies sind die verwendeten Materialien:

 Gold und Silber Veredelungsfolie

 Einfarbige Veredelungsfolien

 Regenbogen Veredelungsfolien

Und noch ein bisschen Werbung, da ich das grüne Laminiergerät von der Fa. GENIE zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es ist preiswert im Bürohandel und bei Markendiscountern wie Kaufland und REAL erhältlich.
Ich habe mit der Fa. GENIE zusammengearbeitet und es wird demnächst noch mehr zum Thema Laminieren geben :-).

Ich wünsche euch ein schönes Vorweihnachtswochenende und einen schönen 4. Advent,

Angelika


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Dezember 13, 2017

Allerhöchste Zeit für Weihnachtskarten - Pop-up-Karten mit Metalliceffekt

Hilfe, jetzt bin ich schon wieder so spät dran mit den Weihnachtskarten. Da greife ich mal einfach auf meine Pop-up-Karten von vor 3 Jahren zurück, verwende eines meiner Digipapiere und veredle sie mit den tollen neuen Veredelungsfolien.
So seht ihr auch gleich, wie einfach man diese auf Papier verwenden kann und was für superschöne Effekte man damit bekommt.

Die Plotterdateien für Silhouette und Brother-Plotter findest du in meinem älteren Blogpost:
Pop-Up-Weihnachtskarten


Zuerst habe ich ein passendes Digipapier gewählt (den Link zum Papier gibt's ganz unten), dieses in Photoshop geöffnet und einen großflächigen, weißen Stern für die Vorderseite darüber gelegt. Du kannst das in jedem Grafikprogramm und auch in Silhouette Studio® machen. 
Dann habe ich für jede Karte einen Bogen auf strukturiertem leichtem Karton ausgedruckt. 

Für die Rückseite habe ich in der Mitte des Bogens nur eine kleinere Fläche als Hintergrund für das Pop-up bedruckt, um Tinte zu sparen (siehe Innenseite der Karte zwei Bilder weiter unten). 
Dann werden alle Bogen mit dem Schneideplotter geschnitten. Auch die Falzlinie in der Mitte wird gleich mitgeschnitten. So geht das Zusammenklappen der Karten ruck zuck.


Als nächstes habe ich aus feinem, glattem Karton die Innenkarten mit dem Pop-up-Schriftzug geschnitten und vorsichtig die Teile herausgelöst. Die Schriftzüge werden nach außen geklappt und die Flächen darum herum nach innen. Der Stern oben wird so gefaltet, dass er beim Schließen nach unten klappt.


Als nächstes brauchst du eine Schablone für einen Stern, der kleiner und spitzer ist als die weiße Fläche auf der Vorderseite der Karten. Das geht ganz leicht in Silhouette Studio®.
Brother ScanNCut-Besitzer können auch einfach einen Stern aus dem Maschinenspeicher nehmen.
Da die Schablonen schnell verkleben, habe ich aus preiswertem Papier aus 2 DIN A4-Bogen gleich 4 Schablonen geschnitten.


Jetzt wird die Schablone auf die Kartenvorderseite aufgelegt und mit repositionierbarem Kleber eingestrichen. Der ZIG-2 Way Glue (bekommt man hier), der auch zum Aufbereiten von Schneidematten gut ist, eignet sich auch hierfür ganz prima. Nach dem Abziehen der Schablone muss der Klebstoff gut trocknen (ca. 1/2 Stunde oder so).


Besser fand ich allerdings Strühkleber (non-permanent, respositionierbar), weil ich damit besser in die Ecken kam. Je besser die Kanten des Motiv mit Klebstoff versehen sind, desto schöner wird hinterher der Folieneffekt. Entferne die Schablone und lasse auch den Sprühkleber gut trocknen.


Dann schneidest du Stücke der Veredelungsfolie zurecht (auch prima zur Resteverwertung) und legst diese auf das Motiv aus Klebestoff. Dann reibst du mit einer Rakel über das Motiv. Eine Rakel (ja, Rakel ist weiblich!) mit einer weichen Kante ist ideal, weil sie nichts kaputt macht.


Prüfe, ob die Folie überall gut hält und das Motiv voll abdeckt. Dann kannst du sie abziehen und dein Stern glänzt mit einem wunderschönen Metalliceffekt. Die Struktur des Kartons gibt einen zusätzlichen rauen Effekt, der die Fläche noch lebendiger glitzern lässt.



Nun sind alle Außenkarten fertig dekoriert und sehen aus wie gekauft, so professionell gemacht. Das ist fast schade.


Zuletzt werden die Pop-up-Innenkarten eingeklebt mit Alleskleber. Gut trocknen lassen!


Wie immer habe ich gleich mehrere Karten gemacht und auch mit verschiedenen Farben gespielt.
Ich bin total begeistert, wie einfach die Veredelungsfolie auf Papier aufgebracht werden kann und was für tolle Effekte es gibt.


Es gibt aber noch eine weitere Methode, die Veredelungsfolie aufzubringen, die noch haltbarer ist: mit dem Laminiergerät. Das zeige ich euch beim nächsten Mal...

schöne Woche und viel Spaß beim Weihnachtsendspurt,

Angelika