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April 04, 2018

Frisch Geschnitten 3.0 ist da!

Pünktlich kurz vor Ostern ist Frisch Geschnitten 3.0 erschienen, ein ganzes Buch darüber, was man mit dem Plotter (egal welcher Marke) alles machen kann, um Stoffe und Textilien zu verschönern und zu verarbeiten.
Und weil es diesmal nicht darum geht, dass ihr lernt, Dateien zu erstellen, müsst ihr diese nicht selbst erstellen, sondern sie können nach Erstellen eines Accounts von meiner Seite www.frischgeschnitten.com heruntergeladen werden.

Das Buch soll euch jedoch wie bei all meinen Büchern auch dazu ermutigen, eigene Ideen zu verwirklichen. Hierzu bekommt ihr jede Menge Techniken vorgestellt, die richtig Spaß machen und tolle Ergebnisse hervorbringen.

Die Vorbestellungen sind alle verschickt und erste Exemplare haben ihre Leser heute schon erreicht. Und auch die Sendungen in die Schweiz sind unterwegs und kommen in Kürze an.
Ich hoffe, dass euch mein neuestes Buch gefällt!






Pünktlich zum Erscheinen hat mich Amazon auch schon wieder mit Falschinformationen geärgert. Obwohl ich meine Bücher dort selbst verkaufe (siehe das minikleine "Neu"), steht auf der Seite weiterhin beharrlich: "Dieser Artikel ist noch nicht erschienen".
Seit Tagen versuche ich, Amazon dazu zu bewegen, die Inhaltsbilder anzuzeigen. Auch das ist scheinbar ein größeres Problem. Amazon will den Käufern den Inhalt des Buchs einfach nicht zeigen mit der Begründung des Verkäuferservice, den Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten zu wollen. Da kann man doch echt nur noch in die Tischkante beißen...
Deshalb am besten bei mir direkt bestellen, versandkostenfrei und schnell und auf Wunsch mit Widmung. Dann könnt ihr die Downloaddateien auch gleich mitnehmen.

Wer trotzdem lieber bei Amazon bestellt, kann unten in den Screenshot klicken. Irgendwann werden die Bücher dort ja auch versandbereit sein.

Nachtrag: oha, jetzt heißt es bei Amazon, dass der Artikel derzeit nicht auf Lager ist. Warum nicht gleich so... die Bilder fehlen leider immer noch.






April 22, 2017

Kulturtasche aus Schneideresten, Magazinseiten und Bügelfolie

Beim Aufräumen fiel mir ein Stapel große Tonkartonbogen mit Löchern darin in die Hände, Schneidereste, die ich zu schade zum wegwerfen fand.

Fast gleichzeitig hatte ich ein übergroßes Sonderheft über Uhren, mit tollen Fotografien, in der Hand.
Ich habe die Schneidereste über die Magazinseiten gelegt und das sah so super aus, dass ich etwas daraus machen wollte.

Ich habe die Materialien mit Bügelfolie oben darauf einfach mal unter die Transferpresse gelegt. Die Größe von 25 x 45 cm hat sich angeboten, daraus kleine Kulturtaschen zu nähen.
Die sehen nun so perfekt aus, dass man gar nicht mehr sieht, dass sie selbstgemacht sind, fast schade.


Zum Nachmachen brauchst du folgende Materialien:
25 x 45 cm Tonkarton mit Ausschnitten
25 x 45 cm transparente Bügelfolie
Magazinseiten in der gleichen Größe, die du stückeln musst, sodass das ganze "Lochpapier" komplett abgedeckt bzw. unterlegt ist. 
1 Reißverschluss 35 cm Länge
16 x 20 cm farbiges veganes Leder
50 x 34 cm Stoff als Innenfutter.




So werden die Lagen dann gepresst:
-unten die passend zugeschnittenen Magazinseiten
-darüber den Tonkarton mit Löchern
-darüber die transparente (Glitzer) -Bügelfolie

Dann wird Teflonfolie oder Backpapier zum Schutz darüber gelegt und 15 Sekunden bei 160 Grad mit der Transferpresse gepresst. Das Ergebnis sah so schön aus, dass ich vor lauter Begeisterung vergessen habe zu fotografieren. Du kannst die Folie auch bügeln, aber das Ergebnis wird mit einer Presse viel gleichmäßiger. Ich habe auf diese Art gleich noch weitere Materialbogen gepresst.

Und so geht das Zuschneiden:

Schneide aus dem veganen Leder für die Seitenteile 2 Streifen mit 16 x 7 cm und einen Streifen 16 x 6 cm, den du für die Stopper am Reißverschluss auf 8 x 6 cm halbierst. Für die Stopper habe ich eine Schablone geschnitten. Du faltest die beiden Streifen längs in der Mitte und bügelst einen scharfen Knick hinein.

Die kleinen Teile knickst du quer in der Mitte und legst sie oben und unten um die Reißverschluss-Enden. Klammern eignen sich dann perfekt zum Festhalten.

Und so geht das Zusammennähen:

Lege die Schablone auf die Stopper an den Reißverschlussenden und steppe darum herum. Dann schneide sie rechts und links mit 1 mm Rand ab.


Nun nähe den Reißverschluss mittig an die kurzen Seiten des Rechtecks an. Es geht leichter, wenn der Reißverschluss dabei geöffnet ist.


Mache einen Knick unten in die Tasche, damit du genau weisst, wo die Mitte ist.


Lege die schmale Seite des Seitenteils mittig an diesen Knick an und nähe es mit der Nähmaschine an.


Dann klammere die langen Seiten des Seitenteils an der Tasche fest und nähe auch diese aufeinander.
Zwar ist das alles ein wenig steif und du brauchst dafür etwas Fingerfertigkeit, aber die Materialien sind auch stabil und reißfest, sodass du daran zerren und ziehen kannst, ohne etwas kaputt zu machen. 


Innen ist die Tasche aus Papier, aus den Magazinseiten. Deshalb braucht sie unbedingt ein Futter. 


Falte das zugeschnittene Stück Futterstoff einmal in der Mitte und nähe rechts und links die Seitennähte. Dann knicke unten die Ecken im rechten Winkel ab, nähe diese und schneide die Ecken mit 1 cm Nahtzugabe ab.


Stecke das Futter in die Tasche hinein und klammere es oben am Reißverschluss fest. Zeichne mit einem deutlich sichtbaren Stift den Ausschnitt rechts und links an. Schneide den Ausschnitt 1 cm schmaler aus und schneide schräg in die beiden Ecken ein. 


Falte die 1 cm breite Nahtzugabe nach außen um und klammere den Ausschnitt am seitlichen Taschenausschnitt fest. Wiederhole die letzten Schritte auf der anderen Seite.


Überprüfe, ob das Futter insgesamt gut sitzt und oben an beide Seiten des Reißverschlusses passt. Nähe das festgeklammerte Futter an beiden Ausschnitten auf die Tasche. 


Und die letzten Stiche machst du am besten per Hand, nämlich das Futter innen an den Reißverschluss anzunähen. Dazu kann man dann auch schön in der Sonne sitzen (wenn sie mal scheint).


Diese Kulturbeutel könnt ihr übrigens auch aus jedem anderen festen Material nähen. Viel Spaß!



Februar 16, 2015

Stoff schneiden mit der Silhouette Cameo Teil 2

Nachdem das mit der dünnen Seide so gut geklappt hat bin ich jetzt wieder experimentierfreudig und greife noch mal tief in meine Restkiste, sehr exklusive edle Krawattenseiden, die ich einfach zu schade zum wegwerfen fand.
Ich habe ja fast 20 Jahre lang Krawatten und Fliegen designt und produziert und diese dicken  Seidenjacquards sind seinerzeit in Italien extra für mich gewebt worden.

Also wieder Silhouette fabric interfacing clean cut aufgebügelt und mitsamt dem Trägerpapier rauf auf die PixScan-Matte.
Au weia, ganz schön dick!
Foto geknipst und rein in SilhouetteStudio. Diesmal habe ich mir mit den Schnittlinien mehr Mühe gegeben. Ich hatte aber auch nur 4 Motive, die ich immer wieder kopieren konnte. Das ging schnell.
Die Spannung steigt...
Und dann das Ergebnis, einfach genial. Die Cameo hat mit Messerlänge 10 und höchstem Druck die kleinen Motive aus dem dicken Material ganz exakt aufs erste Mal alle ausgeschnitten.
Das hatte ich nicht erwartet. Man muss also einfach ausprobieren.

Die kleinen Kakteen fransen ein bischen aus, da die Seide wirklich hochfeine Fäden hat und sehr locker gewebt ist. Aber das passt ja durchaus zum aktuellen Trend und sie werden wohl auf kleinen Geschenkanhängern landen. Wie schön, dass ich diese edlen Reste jetzt doch noch verwenden kann.










Stoff schneiden mit der Silhouette Cameo Teil 1

Stoff schneiden mit der Cameo stand irgendwie nie auf meinem Plan. Aber jetzt wollte ich es doch mal wissen...
Mein erster Versuch war mehr als enttäuschend. Ich hatte dicken steifen Baumwollstoff und dachte, ich kann mir die Verstärkung sparen.
Der Stoff wurde mehr gerupft als geschnitten, hat sich von der Matte gelöst und schob und kräuselte sich. Mist!

Also noch mal von vorn:
mit dünnem Stoff (Seide) und professioneller Verstärkung (Original Silhouette fabric interfacing clean cut). Und wenn "clean cut" nicht sauber schneidet, was dann...

Ich habe die Verstärkung wie vorgeschrieben auf die Rückseite des Stoffs gebügelt. Ok, das fühlt sich schon ganz anders an. Steif wie Papier. Es ist ja auch Papier, das man dann wieder abzieht.
Nix mehr rutscht.
Ab auf die PixScan Matte, Foto geknipst und rein in SilhouetteStudio. Dort habe ich von Hand grob die Motive nachgezeichnet, ist ja nur ein Test.

Dann rein in die Cameo und WOW. Die Dinger werden ausgeschnitten. Blitzsauber. Und es franst an den Kanten nicht mal aus, weil die Klebeschicht, die ohne das Papier sogar noch relativ weich ist, alles gut zusammen hält.

So ein Erfolgserlebnis habe ich gebraucht nach dem Flop heute morgen.
Jetzt kann ich mir was ausdenken, was ich mit den Motiven mache.
Es gäbe eine schöne Karte für einen Feinschmecker oder Hobby-Koch.