März 07, 2020

Cricut Joy - der neue Miniplotter zum überallhin mitnehmen...mein erster Eindruck

Ich wollte ja wirklich nicht noch einen Plotter, aber diesem gerade mal 22 cm breiten neuen "Handtaschenplotter" von Cricut konnte ich doch nicht widerstehen. Besonders hat es mir die dazu erhältliche chice graue Tasche angetan, die den Miniplotter auch tatsächlich zu einem mobilen Gerät macht. 

Und da ist er nun, der kleine Karton...


 Cricut Joy Karton

Beim Auspacken fiel mir zuerst auf, dass der Kleine unerwartet schwer ist, was gleich wieder auf ein stabiles Gerät in gewohnter Cricut-Qualität schließen lässt. Er ist dabei aber auch griffig und lässt sich gut mit einer Hand halten. Es ist alles dabei, um sofort starten können, auch eine Minischneidematte.

 Cricut Joy der neue Kleine

Die Tasche ist echt der Hammer. Sie ist superschön verarbeitet mit Handgriff, einem  längenverstellbarem Trageriemen, mit einem 2-Wege-Reißverschluss und hübschen Zipperanhängern in Türkis. Die Inneneinteilung ist praktisch, die Polsterung dick und wenns sein muss, passt auch das Handy noch mit hinein. 

 Cricut Joy in Tote

Dann ging der neue Plotter mit auf den Couchtisch am Sofa. Er braucht ja kaum Platz. Was mir sofort positiv auffiel sind die langen Kabel, mit denen man locker zur nächsten Steckdose kommt. Hier wurde nicht gespart!
Die Installation am iPhone nur durch Aufrufen einer Webseite und Einloggen in meine Cricut-ID, mit der ich auch den Cricut Maker bediene, ging so schnell, dass ich sie gar nicht mehr beschreiben kann im Nachhinein. Der kleine Cricut Joy wurde auch gleich automatisch auf die aktuellste Software aktualisiert. 

 Cricut Joy Miniplotter

Inzwischen habe ich mir überlegt, dass das Kind einen Namen braucht und dass ich diesen auf die Tasche plotten könnte. Vom Interview mit Miriam Plottertante am Donnerstag auf FB hatte ich noch die Folienrestekiste auf dem Schreibtisch stehen und habe ein Stück weiße Flockfolie gefunden.

 Cricut Joy der neue kleine Plotter

Das neue Mitglied der Plotterfamilie soll Minnie heißen, passt doch, oder?
Ich habe in der Cricut App den Schriftzug erstellt, das ging ruckzuck. Bei der Materialauswahl habe ich die Flockfolie vermisst. Aber es ging auch einfach mit der Einstellung für Flexfolie und ich habe dann zweimal geschnitten. Die Schneidematte legt man nur in die Führung. Dann zieht der kleine Plotter sie direkt von selbst ein. Der Schnitt wird in der App auf dem Handy gestartet und das wars dann auch schon.

 weiße Flockfolie

Zum Pressen habe ich mehrere (Plotter-)Bücher unter die Taschenklappe gelegt, damit sie höher liegt und das Unterteil nicht im Weg ist. 

 Cricut Joy Trangetasche

Und dann kommt die perfekte Ergänzung zum Cricut Joy zum Einsatz, die Cricut EasyPress Mini. Mit einer Teflonfolie zwischen Presse und Bügelfolie habe ich auf Stufe 3 jeweils 15 Sekunden gepresst. 

 Cricut Minipresse

Hält! 
Super!

EasyPress Mini Transferpresse

Die weiße Flockfolie passt sehr schön zu dem dreidimensionalen cricut-Schriftzug rechts auf der Tasche. Der Tragegurt ist besonders schön, aus ganz hochwertigem glänzendem Gurtband mit einem matten altsilbernen Metallschieber.

 Cricut Joy Tote

Hinten hat die Tasche ein Einsteckfach für Schneidematte und Material.
Und so ist alles gut verstaut, kann in eine Ecke gestellt werden oder mit auf Reisen gehen, entweder in den Urlaub oder ins Nähcafé.  

 Cricut Joy Tasche

Mein Fazit:
Der kleine Cricut Joy ist ein toller Plotter. So oft hat man nur mal eben schnell ein kleines Projekt zu schneiden, ein paar Etiketten, einen Schriftzug, eine Karte oder ein paar Geschenkanhänger. Dafür ist er perfekt. Er passt auch noch auf den vollsten Schreibtisch und ins kleinste Regalfach.
Alle Teile wirken trotz der kleinen Größe sehr stabil und das winzige Messer schneidet erstaunlich gut feine und mitteldicke Materialien. 

Für Plotteranfänger und alle, die wenig Platz haben oder als Zweitplotter für kleine Projekte mit wenig Aufwand ist er einfach ideal. Er ist auch ein tolles Geschenk und so einfach zu bedienen, dass ich ihn mit gutem Gewissen auch jedem Teenager in die Hände geben würde.

Na dann, bis zum nächsten Projekt,

eure Angelika

Februar 10, 2020

Creativeworld 2020 - Teil 3 - Resin-Workshop

Ein Service der Messe, dem wir bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet haben, war das kostenlose Workshopangebot. Eigentlich haben wir nur mitgemacht, weil Alexander von der Fa. Jaquardproducts, deren Produkte ich in meinem Shop verkaufe, abhielt.

Ich habe noch nie mit Kunstharz/Resin gearbeitet. Diese Technik erlebt gerade ein riesiges Comeback. Man kann das aus zwei Komponenten zusammengemischte hochtransparente Giessmaterial ganz hervorragend mit Jacquardproducts Pinata Alcohol Inks und Pearl Ex Glitzerpuder einfärben.


An jedem Arbeitsplatz lag eine Tüte mit dem benötigten Material, mit je einer Silikonschale für einen Untersetzer, eine Testportion Resin von Artresin und ganz wichtig, je einem Paar Gummihandschuhe. Und dann ging es auch gleich los: Auspacken, die Komponenten mischen und Pinata Ink eintropfen. 


Alexander hat uns mit viel Leidenschaft und kreativen Tipps angeleitet. 


Es ist schwierig, Kontrolle über das Ergebnis zu behalten. Damit habe ich ja immer so meine Schwierigkeiten. Dabei sind gerade die Zufallsergebnisse oft besonders schön.


Dann noch vorsichtig goldenes und kupferfarbenes Pearl Ex darüber geschüttelt...


Das Resin braucht mehrere Stunden zum Trocknen. Wir haben unsere Kunstwerke in die Tüten gepackt, mit Namen beschriftet und konnten diese am nächsten Tag am Stand von Jacquardproducts abholen, nachdem die vollständig erstarrt sind. 


Und das ist mein Untersetzer/Coaster einmal von der einen Seite mit rundgefeilten Kanten...

und von der anderen Seite. Zufällig passt der Untersetzer genau in die Lieblingsnussdose meines Mannes und so hat er jetzt der perfekten Deckel.


Mir hat das Kunstharzgießen, auch wenn es dabei viel zu beachten gibt, großen Spaß gemacht und ich werde das sicher noch öfter machen. Ich bin bereits auf der Suche nach hübschen Silikonformen.
Und die Farben gibt es hier: Pinata Alcohol Ink bei frischgeschnitten.com

Eine schöne Woche wünscht euch,
Angelika

Januar 31, 2020

DIY-Trends 2020 - Creativeworld Frankfurt - Teil 2

Und jetzt komme ich zu den eigentlichen Trends.

In der liebevoll zusammengestellten Trendschau der diesjährigen Creativeworld dominiert die Farbe "Bunt" und repräsentiert damit auch die Vielfalt von Techniken, Materialien und Ästethik.
Das Motto der Ausstellung "Work in Progress" ermutigt mit fröhlichen und motivierenden Slogans zum beherzten Darauflosarbeiten, Experimentieren und Herstellen von herrlich unperfekten Unikaten.


Die Exponate aus den Produkten der Aussteller sind ein spannender Mix aus traditionellen Techniken, neuen und recycelten Materialien und dem mutigen Einsatz von Farbe.

Es wird viel von Hand gemalt, gefärbt und getextet (spontane Typografie), um die eigene Botschaft zum Ausdruck zu bringen. Dabei kommt es mehr auf den kreativen Prozeß als auf ein perfektes Endprodukt an.



Die Kuratoren der Ausstellung haben drei Unterthemen herausgearbeitet. Auf mannshohen Tafeln wird jeweils beschrieben, was diese bedeuten:

work-out (austüfteln)
re-form (umgestalten)
up-date (auf den neuesten Stand bringen)


Alte Techniken werden wieder neu entdeckt, z. B. die Cyanotypie (Blaudruck), das Töpfern und Verzieren mit atemberaubenden Keramikglasuren, das Flechten mit 
Natur- und Recyclingmaterialien, Resin (Kunstharzgießen) und das Formen und Versteifen mit Gipsbinden.



Das Marmorieren, Pouring (Gießen) und Airbrush (Sprühen) bleiben nach wie vor im Trend, ebenso wie das Verzieren von Textilien wie T-shirts, Sweatshirts und Taschen
 mit Texten, gegenständlichen und abstrakten Motiven.



Der Umweltschutz, Nachhaltigkeit, recycelbare und biologisch abbaubare, ungiftige Farben und Bastelprodukte sind auch im DIY-Bereich in aller Munde.

Vielen internationalen Ausstellern ist aufgefallen, dass wir dieses Thema in Europa sehr ernst nehmen und dass auch sie sich hier umstellen müssen/mussten. So werden z. B. ab diesem Jahr die Gelli Arts® Geldruckplatten statt in den gewohnten Plastikverpackungen, nun in recycelbaren Kartonverpackungen ausgeliefert.

Wir haben viele Fragen gestellt (und Antworten bekommen), da wir nicht erst durch unser Buch " Upcycling mit dem Plotter" auch selbst nachhaltiger denken und einkaufen.

Und ja, es gibt Glitter, der KEIN Mikroplastik ist!
Wir haben uns auch darüber aufklären lassen, dass Kunstharzreste in den Sondermüll gehören oder noch besser ins nächste Gießprojekt mit hinein verwertet werden sollte.
Es ist wichtig, gut nachzudenken, gut informiert zu sein und Produkte mit einer hohen Wertigkeit und einer langen Nutzungsdauer herzustellen.

Und die Plotter?
Diese helfen weiterhin bei allen kreativen Prozessen mit. Sie schneiden durch eine verbesserte Technik und innovative Werkzeuge immer mehr Materialien, die wir zur Umsetzung unserer Ideen brauchen und sind weiterhin treue Begleiter für viele Techniken.

Und alles, was uns dann nicht mehr gefällt, wird upgecycelt und wieder zu etwas Neuem verarbeitet...

Ich wünsche euch eine einfallsreiche, experimentierfreudige Kreativzeit!

Angelika



Januar 30, 2020

DIY-Trends 2020 - Creativeworld Frankfurt - Teil 1

Achtung Werbung (Produkt- und Markennennungen)

Die creativeworld, die regelmäßig Ende Januar in Frankfurt stattfindet, ist immer der ultimative Motivationsschub für neue kreative Vorhaben Anfang des neuen Jahres. Gleichzeitig findet die paperworld statt und man hat mit der Eintrittskarte Zutritt zu beiden Messen, sowie zur christmasworld.
Dagmar und ich sind am Samstag angereist und blieben bis Montag.



Die Messe ist ausschließlich für Fachbesucher, aber für diese lässt sich die Frankfurter Messeorganisation dann auch allerhand einfallen.
Für "INSIDER" gab es in diesem Jahr tolle anthrazitfarbene Turnbeutel mit dezenter Aufschrift und Seitentasche - diese sind nicht nur super praktisch für die Kataloge und Prospekte, sondern man läuft mit dieser "Werbung" auch gerne herum.
Dazu gab es Gutscheine für die Snackbar und eine Mappe mit Trendberichten und Trendfarbkarten für die Nachbearbeitung zuhause.  Auch das haben wir dankbar angenommen.


Kreativität auf jedem Quadratmeter...toll!



Die Messe hat wieder einen sehr schönen Trendbereich eingerichtet, diesmal unter dem Motto "Work in Process", wo man alle wichtigen Trends, viele Techniken und außergewöhnliche Produkte entdecken konnte. 
Dazu schreibe ich dann morgen ausführlicher im Teil 2.


Der diesjährige Leitspruch "What a difference a DIY makes" und die auffälligen Plakate in meinen derzeitigen Lieblingsfarben gefielen mir besonders gut. Auch das Lachen fiel mir noch leicht inmitten all der Kunst, trotz Plattfüßen und mehreren Kilos Papier im Rucksack :-)


Im Workshopbereich wurden stündlich Kurse zum Mitmachen angeboten. Dagmar und ich haben einen Workshop zu einem der großen Trendthemen besucht, worüber ich in den nächsten Tagen in einem eigenen Blogpost berichte. 


Und auch dass ich endlich Plottertante Miriam Jug persönlich kennengelernt habe, war eines der Highlights. Am Stand von Kreativplotter haben wir unsere Plottererfahrungen ausgetauscht und etwas ganz Besonderes zusammen "ausgeheckt" :-).


Morgen gibt es dann, wie versprochen, Infos zu den heißesten Trends für 2020. 

Bis dann,

eure Angelika