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März 26, 2024

Eine Schablone vergrößern oder verkleinern mit dem Brother ScanNCut Plotter

(Werbung durch Produktnennungen)

Diese schöne Schablone habe ich mal selbst geschnitten, aber die Schneidedatei ist leider unauffindbar. Da habe ich mir überlegt ob ich sie nicht anders verkleinern könnte. Mit dem Brother ScanNCut kein Problem und sehr praktisch, da Schablonen ja oft nicht die gewünschte Größe haben.

Zuerst habe ich die Schablone mit einem schwarzen Stift auf weißes Papier durchgezeichnet.


Die Zeichnung habe ich mit dem ScanNCut Plotter eingescannt, die Linien nachzeichnen lassen und in der Maschine gespeichert.


Dann habe ich die Datei direkt am ScanNCut Display auf die neue Größe verkleinert und aus einem Pizzakarton geschnitten (Upcycling!)





Da der Karton etwas dicker ist kann man damit prima 3D Effekte mit Modellierpaste erzielen.

Mit der goldenen Rubens Strukturpaste, die auch nach Jahren noch nicht eingetrocknet ist, habe ich ein paar Akzente gesetzt. Die Punkte sind fast 1 cm hoch. Der schöne Glanz lässt sich auf dem Foto gar nicht so richtig einfangen.


Jetzt muss ich noch einen passenden Rahmen finden und dann kommt das Bild an die Wand :-).


Und ich freue mich schon aufs nächste Projekt!





März 11, 2024

Eingetrocknete Nuvo Expanding Mousse retten...

(Werbung durch Produktnennungen) 

Da hab ich nun den Salat. Jetzt sind die tollen Expanding Mousse eingetrocknet, weil ich solange nichts damit gemacht habe. Aber so schnell fliegt bei mir ja nichts einfach in den Müll.



Ich habe also versucht, diese von steinhart wieder in einen verstreichbaren Zustand zu bekommen und es ist geglückt :-). Zuerst habe ich nur Wasser zugegeben, was überhaupt nichts gebracht hat.

Dann habe ich die getrockneten Modellierfarben mit einem messerartigen Modellierwerkzeug aufgebrochen und in immer kleinere Stücke zerdrückt bis sie krümelig waren. Man soll zum Verdünnen zwar destilliertes Wasser nehmen, hatte ich aber nicht. Deshalb tat es auch Wasser aus dem Wasserhahn, nicht zuviel! Ich hab die Dosen zugeschraubt und über Nacht stehen lassen.

Und siehe da. Jetzt konnte ich die Krümel mit dem kleinen Stampfer zerdrücken. Für die feineren Krümel hat ein Löffel besser funktioniert bis die Mousse endlich wieder eine weiche Konsistenz hatte.
Ist ein bisschen Arbeit, lohnt sich aber.



Beim Auspacken habe ich auch jede Menge Gelli-Prints gefunden. Die fast einfarbigen Drucke eignen sich besonders gut für eine Weiterbearbeitung mit Schablonen.

Die verwendeten Schablonen sind von Stamperia. Die finde ich so schön, dass ich nicht wiederstehen konnte, obwohl ich meine Schablonen sonst immer selbst mache.




Die wiederbelebte Mousse lässt sich gut verarbeiten. Noch feste Krümel lassen sich beim Aufbringen mit dem kleinen Silikonspachtel einfach zerdrücken. Die Modelliermousse sieht sowieso am schönsten aus wenn sie etwas unregelmäßig ist.



Bei den Haaren sind sogar noch feste Krümel zum Einsatz gekommen.





Das war ein entspannter Sonntagnachmittag in meinem neuen Studio :-)

Bis bald!

August 03, 2020

Cyanotypie ganz einfach - eine Anleitung zum Blaudruck

Cyanotypie ist eine sehr alte Belichtungtechnik für die Vervielfältigung von Fotografien. 
Durch das Mischen von Chemikalien (für Alchemisten einfach mal Googlen) entsteht eine lichtempfindliche Emulsion. Hiermit kann Papier und Stoff bestrichen und getränkt werden. 
Dann tut die Sonne ihren Teil dazu. Nach dem Auswaschen mit Wasser erscheinen belichtete Stellen in einem wunderschönen Dunkelblau. Abgedeckte, vor dem Licht geschützte Stellen bleiben hell. 

So entstehen wunderschöne kreative Drucke in sehr feinen Schattierungen.  




Für alle, die das einmal ausprobieren möchten, ohne mit Chemikalien zu hantieren, gibt es von Jacquard Products (Werbung!!!) vorbehandelte Stoffbogen (mit 10 oder 30 Bogen Inhalt im wiederverschließbaren lichtdichten Beutel)
Es macht großen Spaß auszuprobieren, was man alles zum Abdecken benutzen kann.

Das brauchst du zum "Sonnendrucken":

1. einen sonnigen Tag
2. für Cyanotypie vorbehandelte Papier- oder Stoffbogen
3. ideal: einen oder mehrere alte Bilderrahmen als feste Unterlage und die Glasplatte (kein Plexiglas!) zum Abdecken und Beschweren. 
4. ein paar Wäscheklammern zum Sichern, damit beim Transport nichts verrutscht
5. "Masken" zum Abdecken und zur Mustererstellung: z. B. Flohmarktfunde, Blätter aus dem Garten, Federn, Alltagsgegenstände, Abfall usw. 
Die Textschablone und die Buchstaben habe ich mit dem Cricut Joy geschnitten.



Die Bogen belegst du in einem möglichst dunklen Innenraum. Überlege dir vorher, wie du den Bogen gestalten möchtest, denn du musst schnell arbeiten sobald du einen Bogen aus der Verpackung genommen hast. Jeder Lichteinfall wirkt sich auf das Ergebnis aus.



Sichere die Dekoration mit der Glasplatte und klammere sie fest, falls nötig (bei vielen Kleinteilen). 
Lose liegende Objekte sollten schwer sein, damit sie nicht verrutschen oder wegfliegen.
Danach gehts raus in die Sonne. Achte darauf, dass während des Belichtens keinerlei Schatten auf dein Werk fällt, auch nicht dein eigener!


Die Belichtungszeit hängt von sehr vielen Faktoren ab, z. B. wo du wohnst und wie intensiv die Sonne gerade ist. Ich habe meine Drucke hier, südlich von Berlin an einem voll sonnigen Tag zwischen ca. 10 und 20 Minuten der Sonne ausgesetzt.
Der Stoffbogen wird mit der Zeit gräulich.



Nach dem Belichten wird der Bogen sofort nach dem Abnehmen der Maskierung mit Wasser ausgewaschen und somit die noch darin befindlichen Chemikalien ausgespült. Dadurch entwickelt sich die intensive blaue Farbe. 
Solange der Stoff noch nass ist, kann man das Ergebnis noch nicht richtig sehen. 



Aber wenn er dann vollständig getrocknet ist, kommt die volle Schönheit zur Geltung. 
Links ist 20 Minuten belichtet und rechts ist 10 Minuten belichtet. 



Hier zeige ich euch noch ein paar Ergebnisse und wie sie entstanden sind. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr.











Und ich möchte euch auch nicht meine Fehler vorenthalten. Hier habe ich die untere Reihe der Clipse schon in der Sonne liegend noch einmal verschoben und schon war's passiert. 
Der untere Rand war belichtet und ist am Ende dunkelblau geworden. 
Und ich habe auch keine Ahnung, wie das zarte Karomuster da hineinkam, das ich allerdings sehr hübsch finde.




Wer jetzt Lust bekommen hat, loszulegen kann die Bogen bei mir im Shop bestellen:


Viel Spaß!!!

Angelika

April 09, 2020

Ein neuer Standort für meine alten Porzellanfiguren

Nach 8 Jahren habe ich endlich die Gelegenheit gehabt, die restlichen Erbstücke meiner Mutter zu bekommen. Darunter war auch eine Gruppe edler Lladro Porzellanfiguren. Wie man sehen kann, hatte meine Mutter außerdem eine Vorliebe für Enten.



Obwohl ich nicht wirklich ein Sammler von Porzellanfiguren bin, sollten diese doch einen schönen Platz bekommen. Sie sind eine schöne Erinnerung an meine Mutter und ihre Leidenschaften.

Ich habe ein sehr altes, schäbiges Bücherregal, das jedoch perfekte Abmessungen für eine Wand im Schlafzimmer hat. Ich wollte es anstreichen, gleich nachdem ich es geschenkt bekommen habe. Das war so ungefähr vor 20 Jahren...

Hier kann ich die ganze Serie Figuren nebeneinander stellen.
Also habe ich einen Rest Fleur Chalky Look Farbe genommen und einfach nur die Oberseite und die rechte Seitenwand angestrichen, damit es kein riesiges Projekt mit Aus- und Einräumen wird.



Als nächstes habe ich mit Procreate, einem Zeichenprogramm am iPad ein paar schnörkelige Vorlagen für Schablonen gezeichnet/nachgezeichnet und die Dateien in der Dropbox abgelegt.

Dann kommt bei dem schönen Wetter auf der Terrasse die kleine Cricut Joy wieder zum Einsatz. Als Schablonenmaterial nehme ich Verpackungen aus dünnem Karton, die ansonsten in der Papiertonne landen würden, z. B. eine Medikamentenschachtel.



In der Cricut Software kann man Schwarzweiß-Bilder aus der Dropbox hochladen und das Programm erstellt dann die benötigten Schnittlinien ganz von selbst - super! Das klappt auch mit selbst gezeichneten Linien, als .jpg oder png abgespeichert.



Die Cricut Joy schneidet mit dem kleinen Standardmesser sogar Karton, wenn er nicht zu dick ist. So habe ich dann fünf Schablonen in verschiedenen Größen und Anordnungen geschnitten. 



Mit einem Schablonenpinsel, bei dem die Borsten flach abgeschnitten sind, tupft man von oben möglichst senkrecht die Farbe durch die Schablone. Am besten wird das Ergebnis mit einem möglichst trockenen Pinsel mit ganz wenig Farbe. 



Ich habe die Figuren zuerst aufgestellt und das Schablonenmuster dann darum herum angeordnet. Die Figuren haben dann noch zum Beschweren der Schablonen gedient, damit diese beim Auftupfen nicht verrutschen.



Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Und wenn ich das Regal dann wieder umfunktionieren möchte, kann ich es einfach wieder neu und vielleicht dann auch komplett anstreichen.



Es tut gut, in dieser Zeit des Zuhause bleiben müssens, das Zuhause zu verschönern und umzugestalten. Bleibt schön gesund!

Angelika

Juli 02, 2019

Stoffe selber bedrucken mit UV-reaktiven Farben - Sun Printing - Anleitung

Und noch mehr tolle Sonnendrucke...
Diesmal habe ich Stoffe bedruckt mit verschiedenen Techniken. Zum Ausprobieren habe ich einfach die Rückseite von Leinenstoffen genommen, die ich hier noch übrig hatte.

Das ist gleichzeitig eine Anleitung, wie die SolarFast-Farben von Jacquard Products verwendet werden. Es gibt sie in meinem Shop www.frischgeschnitten.com einzeln oder als Solarfast Starterset, das auch eine tolle Geschenkidee ist.

Zuerst deckst du deinen Arbeitstisch (im Innenraum ohne UV-Licht) gut ab. Dann verteilst du etwas SolarFast auf dem Stoff.


Mit einer Rakel verteilst du die Emulsion gleichmäßig. Ich habe dafür meine neue Lieblingsrakel aus Silikon genommen (ja, Rakel sind weiblich :-)), die es auch in meinem Shop zu kaufen gibt. 


Dann legst du blickdichte Masken und Schablonen auf den feuchten Stoff. Je dichter diese das Licht abhalten, desto heller bleiben die Muster darunter. Ich habe in diesem Beispiel mal alte Fotonegative ausprobiert. Die Bilder waren zu klein, um sie auf dem Druck zu erkennen, aber die gelochten Ränder sahen hinterher ganz hübsch aus.


Dann deckst du alles mit einer transparenten Folie oder Glasplatte ab, damit die Masken und Schablonen draußen in Wind und Sonne nicht wegfliegen. 


Dann kannst du zuschauen, wie SolarFast sich im Licht zu Ihrer wahren Farbe entwickelt. Die Negative sind durchsichtig. Deshalb ergab es hellere Streifen auf dunklerem Grund. 


Nachdem der Stoff komplett durchgetrocknet ist, muss er zur Fixierung gewaschen werden. Am besten nimmst du dazu das speziell entwickelte SolarFast Wash, das nicht entwickelte Farbe während der Wäsche bindet, sodass die hellen Bereiche des Stoffs nicht verfärben. Ich habe daraus ein Täschchen genäht.


Für das 2. Beispiel habe ich die Farbe "Avocado" genommen, deren Basis ein sattes Gelb ist.


Für die Musterung habe ich ein Reststück geplottete SnapPap-Streifen, 2 geplottete Schablonen und ein bisschen Unkraut aus dem Garten genommen.


Dann wieder alles abgedeckt und ab in die Sonne...


"Avocado" verwandelt sich zu Grün und die abgedeckten Bereiche bleiben Gelb, eine sehr naturige Farbkombination. Die Schablonen ergeben ein sehr deutliches Muster, während die Pflanzenteile nur ein wenig Struktur hinein gebracht haben.


Und hier noch einmal ein Muster mit Schablonen in Blau.



Es macht großen Spaß mit den Solarfarben zu experimentieren und es ist genau das Richtige zum Draußensein im Sommer und sich trotzdem kreativ zu betätigen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Angelika