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Juli 27, 2020

Vom Stoffmal-Virus befallen und ein alter Ordner im neuen Tupfenkleid.

Im Nachlass meiner Mutter habe ich einen alten Ordner mit Strickanleitungen gefunden, die schon fast antik waren. Sofort habe ich gesehen, dass dieser perfekt ist für meine Stempelsammlung. Die DIN A5 Hüllen waren auch noch dabei.

Er musste jedoch unbedingt einen schönen Einband bekommen.

(Werbung durch Links zu den benutzten Produkten in meinem Shop)



Zuerst habe ich ein großes Stück Baumwollstoff mit Kreisen und runden Ornamenten bestempelt.  Ich liebe einfache grafische Muster.


Die Punkte haben förmlich danach gerufen, ausgemalt zu werden :-). Das habe ich dann mal einfach mit meinem derzeitigen Lieblingsmalkasten probiert - den Metallic Aquarellfarben von Derwent. Ein Wassertankpinsel ist auch gleich dabei.


Und es hat super funktioniert. Ich habe bewusst mit viel Wasser gearbeitet, damit die Farben schön auslaufen und so der Aquarell-Character deutlicher sichtbar wird.


Nachdem alle Punkte ausgemalt waren, war ich herrlich entspannt und gut gelaunt.
Vor dem Weiterverarbeiten muss der Stoff komplett trocken sein.


Da ich diesen Ordner sehr oft benutze, musste der Einband schmutz- und wasserfest werden. 


Dafür habe ich ein großzügiges Stück transparenter Bügelfolie passend zugeschnitten und mit der Transferpresse auf den bemalten Stoff gepresst. Die Folie schützt gleichzeitig die Aquarellfarbe, die alleine nicht griff- und wasserfest ist. 


Nach dem Aufpressen ist das Abziehen der Folie immer ein wunderbarer Moment. 
Die Folie lässt die Farben noch mehr leuchten und der Stoff glänzt und glitzert.


Dann habe ich den Stoff um die Folie herum auf die richtige Größe zugeschnitten.
Oben und unten habe ich ihn so eingeschlagen, dass er ca. 1-2 mm über den Rand des Ordners hinaus übersteht. Den Einschlag habe ich mit Klammern fixiert.


Dann habe ich den Einschlag oben und unten ca. 1 cm breit mit der Nähmaschine umgenäht. 
Tipp: da der mit Bügelfolie laminierte Stoff beim Nähen kaum rutscht, benutze ich dafür ein Nähfüßchen mit einer Teflonsohle, das auch zum Nähen von Leder und Kunstleder eine große Hilfe ist. Zum Nähen des dicken Materials stellst du am besten die größtmögliche Stichlänge ein.


Ich habe den Ordner dann in den Stoffeinband hinein gelegt und Stück für Stück mit doppelseitiger Klebefolie eingeklebt. Diese hatte ich noch vorrätig, es geht schnell und hält super.


Die unschönen Übergangsstellen vorne und hinten, innen, habe ich mit einem breiten passenden  Washitape überklebt. 


Zuerst hatte ich ja großzügig ein Stück Stoff bestempelt und bemalt. 
Dann habe ich es nicht über mich gebracht, dieses zu zerschneiden. So entstand ein zweites Stück Stoff für den Ordner, das ich diesmal dichter bestempelt habe und nur in der Größe des Ordners.


Das Gestalten von eigenen Stoffen macht süchtig, ist dabei völlig ungefährlich und sehr entspannend. Es ist prima, sich mit den paar wenigen benötigten Utensilien nach draußen auf Balkon oder Terrasse zu setzen, also die perfekte Sommer-Beschäftigung.

Weitere Projekte folgen...

Herzlichst, Angelika





April 22, 2018

Federn bestempeln und laminieren




Herrlich, der Wald heute morgen beim Gassigehen mit Akira...

Wir haben ein paar ganz helle, glänzende Federn gefunden und ich wollte einmal ausprobieren, ob man Federn bunt bestempeln kann. Man kann!

Sommerzeit ist auch Lesezeit. Deshalb habe ich Lesezeichen daraus gemacht.




Kräftige Farben sehen besser aus als helle Farben, die zu wenig auffallen. 
Als Unterlage dient ein Bogen Papier.


Die bestempelten Federn habe ich zwischen 125 Micron starke Laminierfolie gelegt. Die Kiele habe ich mit einer Rolle flach gequetscht, damit sie sich besser laminieren lassen.



Die Federn habe ich mit der Schere so ausgeschnitten, dass der Rand aus Laminierfolie um die Federn herum sicher verschweißt ist.


Dann noch ein Loch mit der Lochzange am Ende, ein Schnürchen eingeknüpft und fertig!


Ein besonderer Gruß geht heute an Ute, weil die meine Blogposts immer liest :-).
Habt eine schöne Woche!

Angelika


März 28, 2018

Wetterfeste Osterhasen

Morgen soll es hier ja wieder schneien...
Da habe ich meine Papierosterhasen kurzerhand einlaminiert. So kann man sie draußen als Deko in die Bäume hängen, Ostergestecke damit dekorieren, sie auf den Kuchen oben darauf platzieren als cake topper und sie lösen sich weder vom Regen noch vom Gießwasser auf.




Zuerst habe ich aus Geldrucken, die nicht so besonders gut geworden sind, die Hasen geschnitten. In einem früheren Blogpost habe ich schon einmal beschrieben, wie man diese ganz einfach selbst zeichnen kann:
Für Brother-Nutzer habe ich die Datei hier zum Herunterladen. Auf der Datei befinden sich die Hasen auch gleich mit einem 3 mm Offset:


Mit dem Hintergrundscan an der ScanNCut kann man auch kleine Reste gut verwerten. Ich habe die Hasen auch jeweils gespiegelt geschnitten, damit sie doppelseitig laminiert werden können.


Mit einem Punkt Klebstoff habe ich jeweils 2 Hasen zusammengeklebt und diese doppelseitigen Hasen dann mit einem deutlichen Abstand in die Laminierfolien eingelegt. 


Dann gehts ab durchs Laminiergerät. Aus 125 Micron-Folie und aus Aufkleberfolie werden sie am schönsten.


Die laminierten Folien werden dann mit dem Hintergrundscan wieder eingescannt und die Schneidelinien mit einem Offset von ca. 3 mm werden darüber gelegt. Mit der Vergrößerungsfunktion kann man das ganz gut am Display der Maschine machen.


Die Laminierfolien lassen sich mit den Brother-Plottern und auch mit den Silhouette-Geräten prima schneiden.



Zum Schluß habe ich mit 3D-Kleber Schwänzchen aus Glitzerbommeln und Papierblümchen aus dem Scrapbookingzubehör aufgeklebt. Zum Aufhängen bekommen die Häschen ein kleines Loch mit der Lochzange. 


Viel Spaß mit den vielseitig verwendbaren Dekohasen!

Angelika

März 09, 2018

Schnelle Sammelmappen mit Materialresten und dem Laminiergerät

Bunte Sammelmappen für alle möglichen Papiere und Schnipsel kann man nie genug haben und sie sind immer ein nettes Mitbringsel für andere Sammler. Diese hier sind mit dem Laminiergerät gemacht und vorne transparent, sodass man sieht, was darin ist.


Dieses und noch viele andere Projekte findet ihr in der Broschüre, die ich für die Fa. GENIE®, dem Hersteller von Laminiergeräten, gemacht habe und die dem Laminier-Kreativset beiliegt. Das 24-seitige Ideenheft "Frisch Laminiert" gibt es leider nicht einzeln, nur zusammen mit dem Set.

 Laminier-Kreativset mit Broschüre "Frisch Laminiert"

Zum Laminieren klappst du die Laminierfolie, die eigentlich eine Laminierhülle ist, auf und legst alles darauf, was einlaminiert werden soll. Dann klappst du die Folie zu. Mit den Laminiergeräten von GENIE® kannst du nicht nur dünnes Papier laminieren, sondern tatsächlich auch dickere Materialien, z. B. dieses vegane Leder mit Metallicbeschichtung, ein Rest, den ich gerade noch wieder aus dem Papierkorb gerettet habe:


Es können auch Stoffreste in die Laminierfolien eingelegt werden, sogar dicke Möbelstoffe. Gerissene Stoffstreifen sehen auch hübsch aus:


Und natürlich kannst du alle möglichen Stanzteile oder mit dem Plotter geschnittene Formen zum Laminieren verwenden. Das ist eine tolle Resteverwertung für übrig gebliebene Teile:


Auch verschmuddelte Schablonen vom Stoffdruck oder vom Drucken mit dem Gelli® Plate lassen sich laminieren. Meist bin ich nämlich zu bequem, die Schablonen abzuwaschen, lasse sie lieber trocknen und verwende sie dann wieder. Manchmal sehen diese selbst wie Kunstwerke aus, so wie diese Sternschablone:


Reste vom Entgittern von Bügelfolien sammle ich oft zuerst einmal in einer Schale, falls ich sie noch zum Fotografieren brauche. Diese kleinen Flockfolienfitzelchen sehen später in der Laminierfolie eingequetscht total schön aus:


Ein Tipp zum Laminieren:
Lege vor und hinter das Laminiergerät Bücher in Höhe des Durchlaufschlitzes. Dann laufen die Laminierfolien glatt ins Gerät hinein und verbiegen sich nicht, wenn sie noch heiß hinten wieder heraus kommen.


Die geschlossene Seite der Laminierfolie muss immer zuerst eingeführt werden. So lässt du dann Folie für Folie durch das vorgeheizte Laminiergerät durch laufen.


Dann hast du lauter Platten, die etwas größer als DIN A4 sind.


Für die Rückseiten der Mappen habe ich Gel-Drucke genommen, diese mit Cutter und Lineal zurecht geschnitten, in Laminierhüllen eingelegt und diese ebenfalls laminiert. Das Papier muss rundum ca. 3 mm kleiner sein als die Laminierfolien.


Dann habe ich immer jeweils eine transparente Vorderseite und eine farblich passende Rückseite mit der Nähmaschine an 3 Seiten zusammengenäht.


Dabei sind 5 tolle Sammelmappen herausgekommen.


Viel Spaß beim Nachmachen und bei deiner eigenen Schnipselverwertung!

Angelika



Dezember 15, 2017

Metalliceffekte mit dem Laserdrucker und dem Laminiergerät - glitzernde Geschenkanhänger

Und hier kommt nun die zweite Variante wie man tolle Metalliceffekte auf Papier bringen kann:
mit einem Laserausdruck oder einer Fotokopie, die durch das Laminiergerät geschoben wird. Auf diese Weise könnt ihr jeden Schwarzweiß-Ausdruck glänzend und glitzernd veredeln.
Ich habe Geschenkanhänger gemacht mit Grafiken aus dem Holiday-Grafikbundle von Designcuts.

Die haben dann so perfekt und fertig gekauft ausgesehen, dass ich sie ausnahmsweise nicht mit einem Plotter, sondern ganz unregelmäßig von Hand ausgeschnitten habe.



Und das brauchst du für diese Technik:
1. Fotokopien oder Ausdrucke deiner Motive auf festem Papier
2. Veredelungsfolie (siehe auch verwendete Produkte ganz unten)
3. ein Laminiergerät

Zuerst druckst du deine Designs mit dem Laserdrucker aus oder machst Fotokopien davon. Wichtig ist der Lasertoner, auf dem die Veredelungsfolie mit Hitze und Druck dauerhaft haftet.


Falte nun einen Bogen Kopierpapier in der Mitte, sodass du eine Art Laminierhülle bekommst.
Lege deine zurechtgeschnittenen Motive in die Hülle hinein. Die Seite mit dem Knick liegt links. Decke die Motive mit entsprechenden Stücken der Veredelungsfolien ab.


Tipp:
Lege je ein oder zwei Bücher vor und hinter das Laminiergerät. Dann hast du es leichter, die Laminierhülle gerade einzuführen und sie kippt hinten beim Herauskommen nicht nach unten und verformt sich beim Erkalten.

Nun wird die geschlossene Hülle, die geknickte Seite voraus, mit den Ausdrucken und der Folie darauf durch das vorgeheizte Laminiergerät laufen gelassen.


Nach dem Herauskommen müssen Papier und Folien vollständig erkaltet sein.


Dann kannst du die Veredelungsfolien vorsichtig anheben und entfernen.



Das metallische Glitzern lässt sich beim Fotografieren kaum einfangen. Die Drucke sehen aus wie professionell gedruckt. Reste der Folie, die ich zuvor beim Textildruck verwendet habe, die schon einmal gepresst waren, ergeben den hübschen shabby Effekt.


Um den handgemachten Touch zu erhalten, habe ich die Anhänger von Hand ausgeschnitten, mit der Lochzange je ein kleines Loch gestanzt und Bändchen eingeknüpft.




Dies sind die verwendeten Materialien:

 Gold und Silber Veredelungsfolie

 Einfarbige Veredelungsfolien

 Regenbogen Veredelungsfolien

Und noch ein bisschen Werbung, da ich das grüne Laminiergerät von der Fa. GENIE zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es ist preiswert im Bürohandel und bei Markendiscountern wie Kaufland und REAL erhältlich.
Ich habe mit der Fa. GENIE zusammengearbeitet und es wird demnächst noch mehr zum Thema Laminieren geben :-).

Ich wünsche euch ein schönes Vorweihnachtswochenende und einen schönen 4. Advent,

Angelika


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